kuckuck mit typisch frau, Schülermagazin ultra und Passion Pferde
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ultra

Das Schülermagazin der Zinzendorfschulen Königsfeld

Zur ersten Redaktionskonferenz von "ultra" im neuen Schuljahr kamen zusammen: Von links Katharina Hattler (6a), Ida Klein (6a), Marion Roth, Celine Stroh, Lena Schreiber, Leon Klein und Redakteurin Sabine Przewolka. Bild: L. Michna

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Jeder kann bei "ultra", dem Schülermagazin der Zinzendorfschulen mitmachen! Auch Erwachsene!  Hier gibt es Platz für Themen, die junge oder jung gebliebene Leser/innen von "kuckuck" bewegen und begeistern. Tipps und Texte nimmt die Redaktion gerne von Euch auf! Einfach bei "Kontakt" nachlesen, wohin Ihr Euere Texte und Bilder schicken wollt, in den richtige Briefkasten oder in den elektronischen. Legt los! Oder zur Redaktionskonferenz freitags ab 13.05 Uhr im Aufenthaltsraum der Mittelstufe vorbeikommen!

 

 

 

 

Schule

 

Ich gehe zur Schule und komme nach Haus',

so sieht bei mir ein verkürzter Schultag aus.

Doch nun will ich nicht klingen zum Einschlafen gut.

Weil schon um in die Schule zu gehen braucht man Mut.

Nun lacht doch nicht so albern herum.

Ich wird‘ Euch schon zeigen, warum!

Die Schule geht ab, geht hoch, geht runter

schreiend, kichernd, kreischend und munter.

Laufen, stampfen, rennen die Kinder umher.

Aber oh, oh, da fängt der Unterricht an.

Vorbei mit dem Spaß auf dem Gang.

Doch in der Pause, da geht es wieder los.

Da rennen die Kinder von klein bis groß.

Dann ans Lernen und nach Haus‘,

schnell ins Bettchen und dann ist der Schultag...

 

...aus!

 

Von Femke Zoetmulder

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Black & White –                           die tolle Unterstufenparty

Von Katharina Hattler und Femke Zoetmulder

 

Am 23.10.2015 fand die jährliche Unterstufenparty statt.

Die SMV findet jedes Jahr ein tolles Thema, das zur Jahreszeit passt und originell ist. Dieses Jahr war das Motto „Black and White“.

Es war wieder viel geboten: Kleine Leckereien, feine Cocktails, Musik, eine Briefpinwand und lustige Spiele. Die Party war im Großen und Ganzen  ein wahrer Erfolg.

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Entschuldigung schafft Frieden

 

 

Von Katharina Hattler (6a)

 

Es ist wohl schon so, dass die Fahrt mit dem Bus immer mal wieder lustig ist.

Klar gibt es auch Tage, an denen jeder vor sich hin träumt. Die Fahrt, von der ich berichte, hat auch ganz gemütlich begonnen. Der Bus war ziemlich voll, aber nicht zu voll. Gerade so, dass man sich gemütlich unterhalten konnte und es keine Rangeleien um den letzten Stehplatz gab.

 

Der Bus tuckerte so über Land. Doch was war das? Eine Katze, die über die Straße lief? Ein verschlafener Autofahrer? Ein Kuh, die ausgebüchst war? Ein flatterndes Huhn?

So richtig weiß es heute niemand mehr. Ich erinnere mich nur an das plötzliche Bremsen und den Ruck, der durch den Bus ging. Was folgte? Ein Gekicher und Gegacker. Jeder hatte damit zu tun, sich zu halten, damit wir nicht wie eine Schülerlawine zum Busfahrer rollten.

 

Aus einer Sitzreihe kam ein Gezeter. Zu sehen waren einige Arme und Beine. Ein Junge hatte keine Chance gehabt, sichereren Halt zu finden. Sein Flug begann und er landete direkt auf dem Schoß eines älteren Mädchens, das fürchterlich erschrak. Ihr könnt mir glauben, der Junge erschrak nicht weniger und versuchte sich ganz schnell aus den Fängen zu befreien, was in seiner unbequemen Position nicht ganz einfach war.

 

Dass Mächen ganz schön motzen können, wissen wir ja. Ein bisschen tat er mir leid. Aber dann schaute er sie an und entschuldigte sich. Das Gemotze hörte auf. Ruhe. Das fand ich toll, das Mädchen hat die Entschuldigung angenommen, ihm geglaubt, dass es keine Tollpatschigkeit oder böse Absicht war. Die Reaktion des Jungen fand ich toll, denn wäre er auf das Gezeter eingegangen, hätte es richtig Streit geben können. Und die Busfahrt? Sie war schon längst weitergegangen. Fast hatten wir unser Ziel erreicht.

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Lehrer mit Schnauzern

 
Von Celine Stroh (5c)
 
An der Bushaltestelle wartete ich auf dem Bus. Hinter den Bäumen sah ich einen kugelrunden Mond. Darin sah ich schon einen grinsenden Lehrer, der viele Hausaufgaben aufgab. Dann kam der Bus angefahren. Im Bus hatte ich mal wieder keinen Sitzplatz. Ein Junge rempelte mich an. Ich wollte schon etwas sagen, aber da kam mir ein Bild im Kopf: Der Junge mit Schnurrbart. Ich versuchte, nicht los zu lachen. Also stellt euch eure Lehrer, die zu viele Hausaufgaben aufgeben, einfach mit einem Schnurrbart vor und die Leute, die euch nerven, auch einen Schnurrbart vor. Vielleicht hilft es euch ja!

 

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Alles über Berufe in Behörden


Um Ausbildung und Studium im Öffentlichen Dienst geht es am Freitag, 9. Oktober von 14 bis 17 Uhr bei einer Hausmesse im Berufsinformationszentrum (BiZ) in Villingen.
Bei Jugendlichen herrschen oft Vorurteile über Beruf und Arbeit bei modernen Dienstleistern. Doch die lassen sich schnell außer Kraft setzen. Fachkompetenz, Vielseitigkeit und Verantwortung - das sind nur einige Merkmale dieser Berufe.
Die Ausbildungsleiter des Finanzamtes Villingen, der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, des Amtsgerichts in Villingen, der Stadt Villingen-Schwenningen, des Landratsamts Schwarzwald-Baar-Kreis und der Agentur für Arbeit stellen die Ausbildungs- und Studieninhalte bei ihren öffentlichen Dienstleistern vor. Sie informieren über Bewerbungsmodalitäten, berichten über Ansatz- und Weiterbildungsmöglichkeiten und vieles mehr. Im Anschluss an die Kurzvorträge besteht die Möglichkeit, alle offen gebliebenen Fragen an Infoständen der beteiligten Institutionen zu stellen und über Karrieremöglichkeiten zu sprechen. Auch ehemalige Auszubildende und Studierende der Öffentlichen Dienstleister stellen sich den Fragen der Besucher.


Einer von ihnen ist Marco Stern, der nach dem Abitur die dreijährige Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beim Landratsamt absolviert hat. Inzwischen arbeitet er in der Leistungsabteilung des Jobcenters Schwarzwald-Baar-Kreis, einer gemeinsamen Einrichtung von Agentur für Arbeit und Landratsamt.<< Neues Textfeld >>

Zur Zeit akute Lebensgefahr

 

Von Marion Roth

 

Der Schulanfang in einem gewissen Drogerie- und Papeteriemarkt, gleicht dem absoluten Wahnsinn. Da möchte man sich als unbescholtener Schüler nur mal eben schnell ein Hausaufgabenheft besorgen, aber das hat man sich so gedacht! Es ist ja schon beinahe unmöglich, in den Markt reinzukommen, ohne auf dem Parkplatz überfahren zu werden. Dort erfinden Eltern bereits zusätzliche Parkreihen, um noch irgendwo unterzukommen und ich wäre nicht überrascht gewesen, wenn die Autos sogar übereinander gestapelt worden wären, um auch ja jede Möglichkeit zu nutzen. Zusätzlich dazu, ziehen verzweifelte Familien in Autos ihre Kreise durch die parkenden Reihen und lauern darauf, dass ein Parkplatz frei wird.

 

Hat man es dann doch mal in besagten Laden geschafft, dann ist es die absolute Mission Impossible, zum gewünschten Artikel zu kommen. Zum einen ist es so voll, dass die Erstickungsgefahr drastisch steigt, zum anderen hat die Belegschaft des Marktes beschlossen, die Regale in ein wirres Labyrinth aus unbedingt notwendigen Schulsachen zu verwandeln. In diesem Gedränge huschen einige sachkundige Mitarbeiter  herum,  die mit Warnwesten ausgestattet sind. Es bleibt offen, ob sie diese tragen, um nicht niedergetrampelt zu werden, oder ob sie von den um Rat suchenden Kunden leichter zu finden sein sollen. Vermutlich beides.

 

Wenn man es dann doch tatsächlich zum Artikel des Begehrs geschafft  und mit gutem Glück das letzte Exemplar erwischt hat, da die anderen bereits der Mitarbeiterin aus der Hand gerissen wurden, ehe diese auch nur die Möglichkeit hatte, sie ins Regal zu räumen, bringt man selbigen unter Lebensgefahr zur Kasse, wobei  man sich von Zeit zu Zeit die Kräfte gewisser Superhelden gewünscht haben dürfte (sei es um vor lauter Ungeduld die absolute Zerstörung herbei zu führen, oder um sich gewandt über die Decke zu bewegen). Doch dort steht man einem neuerlichen Problem gegenüber:  der Schlange.

 

Diese windet sich an die drei Kilometer in den Supermarkt hinein, obwohl bereits eine vorübergehende vierte Kasse eröffnet wurde, um die bereits schwitzenden und zitternden Kassiererinnen etwas zu entlasten. Während man da so an der Kasse steht, kommt ab und an aus der Menge ein Arm angeschossen, der einem das so hart erkämpfte  Heft wieder entwinden möchte, weil er glaubt, nun habe er endlich gefunden, was er so lang gesucht hat. Wie sollte er es auch besser wissen, durch die Masse der Menschen sieht er ja nichts. Es gilt also, stets Wachsamkeit zu wahren.

 

Nach 50 Stunden, wenn man Glück hat, nähert man sich der Kasse. Dort gibt es, passend zum Schulanfang natürlich extra Tüten, die - wie die Außendeko - den Schulanfang verkünden. Wenn man es dann tatsächlich lebend aus dem Markt geschafft hat und heil über den Parkplatz gekommen ist, dann erst traut man sich anzuhalten und das Heft einzupacken. Und wenn man nach Hause kommt, kann man ganz stolz der Verwandtschaft und allen Freunden erzählen: Ich war im Markt und ich hab es wieder raus geschafft!

 

 

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Die Ideen sprudeln wieder

Von Marion Roth

 

Ich stehe am Bahnhof und grübele. Wo krieg ich bloß Ideen für Geschichten her? Wie setz ich sie um? Wie schreibt man überhaupt nochmal Geschichten? Ich weiß es nicht mehr. Ich denke nach und strenge mich an. Naja, da liegt ein Bleistift auf dem Boden. Vielleicht könnte ich ja… nee, das interessiert doch keinen. Hm, vielleicht über… ach was. Über Ostern hätt' ich ja mal… auch nicht, da gibt’s schon so viel. Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger Ideen hab ich und umso schlechter werden sie. Ich weiß nicht. Die Ideen gefallen mir nicht. Sie passen auch nicht zu mir. Und wie schreib ich dazu eine Geschichte? Als der Bus kommt, gebe ich auf.

 

Das geht schon seit Monaten so. Ich hatte Ideen, wusste aber nicht, wie ich sie aufschreiben sollte. Irgendwann hatte ich dann nicht mal mehr Ideen. Jetzt übers Wochenende habe ich aber auch gar keine Zeit darüber nachzudenken. Ich muss meinen Vortrag vorbereiten. Meine GFS habe ich letzte Woche gehalten. Die vorzubereiten hat mich viel Zeit gekostet. Vielleicht hab ich zu lange gewartet? Hatte zu viele Ideen, die ich nicht verwirklicht habe? Und jetzt keine einzige mehr. Das Wochenende rauscht vorbei. Ich bin beschäftigt. Am Montag halte ich meine Präsentation. Danach habe ich wieder Zeit nachzudenken. Mein Kopf fühlt sich… leer an? Oder doch voll? Ich weiß es nicht. Es ist ein komisches Gefühl. Als wäre zu viel drin, um Ideen zu finden. Oder als wäre gar nichts da. Ideen erzwingen funktioniert leider nicht.

 

Der Unterricht geht vorbei. Es ist Mittagspause. Ich kaufe mir was zu essen und denke dabei weiter nach. Aber dann werde ich von meinen Freunden abgelenkt. Am späten Nachmittag haben wir Sport. Dabei vergesse ich einfach alles. Den Schulstress. Meine Vorträge. Das Schreiben. Ich habe einfach nur Spaß, wenn der Ball mal wieder nicht dort landet, wo er eigentlich hin soll. Später fahre ich mit dem Bus nach Villingen und mit dem Zug weiter. Dann stehe ich wieder am Bahnhof. Ich muss immer noch grinsen, wenn ich an die lustigen Situationen in Sport denke. Der Stift liegt noch da. Etwas durchnässt, denn es hat heute geregnet. Ich starre ihn an und fange an zu grübeln. Habe ich vielleicht eine Schreibblockade? Oder fehlen mir einfach die Ideen?

Es ist sehr seltsam. Ich habe sonst immer Ideen. Sie sind mir noch nie ausgegangen. Noch nie! Habe  ich sie für meine Vorträge und sonstige Schulaufgaben verbraucht? Vielleicht kommen sie ja wieder, wenn ich doch über den Stift da schreibe? Oder… und plötzlich kommt mir die Idee!

 

Ich schreibe einfach darüber, dass ich nicht mehr weiß, was ich schreiben soll! Und plötzlich, als ich im Bus sitze, kommen mir ganz viele Ideen. Es ist jetzt wieder, wie es vor ein paar Monaten noch war. Jeder Gegenstand, den ich aus dem Fenster sehe, bringt mir eine neue Idee für eine Geschichte. Ich freue mich so darüber, obwohl es für mich seit Jahren selbstverständlich war. Ja, jetzt hatte ich definitiv eine Geschichte, die es wert war, geschrieben zu werden. Ich setzte mich gleich am nächsten Tag daran, sie aufzuschreiben. Ich hatte mir, wie sonst auch immer, bereits überlegt, was ich in etwa schreiben wollte. Aber natürlich kam wieder etwas ganz Anderes dabei heraus. Jetzt sitze ich hier und bin glücklich. Die Geschichte werde ich gleich abschicken. Die erste seit einiger Zeit.

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Hawaii-Unterstufen-Party 2015

Hawaii-Laune in der Schule

 

Von Lena Schreiber

Sommer, Sonne, Hawaii, Aloha – Unter diesem Motto stand die Unterstufenparty, die mit über 100 tanzfreudigen und begeisterten Partygästen einen immensen Erfolg verzeichnete. Organisiert wurde sie von freiwilligen Helfern der SMV und ZG1. Die Tanzfläche war durchgehend besetzt, zu hipper Elektromusik sowie zu bekannten Popliedern und natürlich Reggea-Beats wurde auf den Sommer eingestimmt. Jeder Partygast, der sich mit Strohhut, Sonnenbrille oder Ähnlichem für die Party ausgestattet hatte, bekam am Empfang einen Gutschein für einen erfrischenden Sommercocktail und eine Blumenkette ausgehändigt und konnte sich ins Getümmel stürzen.

Außerdem wurde jeder Gast mit einer Nummer versehen. Diese benötigte man, um bei der „Hawaii-Post“ seine (Liebes)Briefe im eigenen Postfach entgegennehmen zu können. Wer bei den Stationen „Tau ziehen“ und „Hula Hoop“ alles gegeben hat oder auf der Tanzfläche aus der Puste gekommen ist, konnte sich bei der Hawaii-Bar der ZG1 einen fruchtigen Sommercocktail mixen lassen, ein leckeres Stück Pizza dazu essen und sich für den nächsten Limbo-Wettbewerb stärken. Beim „Hawaii-Quiz“ konnten die Hawaiianer ihr Wissen über die hawaiianischen Bräuche und die Geschichte des Limbo auf die Probe stellen.

Das Highlight des Abends war jedoch das Partyspiel „Herzblatt“. Hierzu wurde auf der Bühne eine Trennwand aufgestellt; links ein Mädchen (im Wechsel) und rechts drei „Kandidaten“. Den Jungen wurden Fragen gestellt wie „Was würdest du an deinem ersten Date machen?“ oder „Welche Charaktereigenschaften sind dir wichtig?“. Das Mädchen auf der anderen Seite der Trennwand gab der Spielleiterin anschließend ein Zeichen welche Antwort ihr am Besten gefallen hat. Gewonnen hatte der Kandidat mit den meisten „richtigen“ Antworten, der sich dann mit seinem „Herzblatt“ zurückziehen durfte. Getanzt und Cocktails geschlürft wurde bis zur allerletzten Minute und die gute Laune verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Jetzt kann der Sommer ja kommen!

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Schlacht um einen Sitzplatz

Von Marion Roth

 

Der Weg zur Schule ist morgens der reinste Staffellauf. Los geht’s, wenn der Wecker klingelt. Man springt aus dem Bett, klatscht sich etwas Wasser ins Gesicht,  schiebt sich ein Brot in den Mund, schmeißt ein paar Sachen in den Schulranzen, die so aussehen, als könnte man sie heute noch gebrauchen und rast dann mit geputzten Zähnen raus in die Dunkelheit, um an der Schlacht um den letzten Platz im Bus teilzunehmen. Wenn man dann aber an der Bushaltestelle steht und auf das Schlachtschiff wartet, fällt einem auf, dass man viel zu früh dran ist und noch länger hätte schlafen können. Der Bus ist auch immer halb leer, woran man jedoch im Eifer des Gefechts nicht gedacht hat.

 

Man sucht sich also in aller Ruhe einen der freien Plätze aus und pflanzt sich dorthin. Die erste Station hat man mit Bravour gemeistert. Doch man hat keine Zeit, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, denn man weiß genau: die nächste Station wird nicht so leicht. Man verbringt also die nächsten 10 Minuten der Fahrt damit, mit halb geschlossenen Augen einen mega-genialen Schlachtplan zu ersinnen, mit dem man im Zug noch einen Sitzplatz bekommt. Leider fällt einem nichts Besseres ein, als in den ersten Waggon zu steigen, von wo aus man jedoch wieder so lange  braucht, um nach dem Aussteigen hinter zu den Treppen zu kommen, dass man Gefahr läuft, seinen Anschlussbus zu verpassen. Also entscheidet man sich schlussendlich, in den zweiten Waggon zu steigen, nachdem man sich in der Eiseskälte des Winters, strategisch sehr ungünstig, einige Körperteile abgefroren hat. Der zweite Teil ist geschafft, doch eine letzte Hürde gilt es noch zu nehmen.

 

Es ist das, worauf man den ganzen Morgen hingearbeitet hat. Die ultimative Challenge: Es in den ersten Bus zu schaffen und dort einen Sitzplatz zu ergattern.

Wenn man eines von beiden nicht schafft, kommt man entweder zu spät zum Unterricht, oder man fliegt 20 Minuten lang durch den Bus, weil der Busfahrer ein wildes Durcheinander von beschleunigen und bremsen fabriziert. Wenn der Zug also hält, springt man auf, rennt zur Zugtür, sprintet mit vollem Karacho raus und… bleibt in der Masse der Schüler stecken. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als langsam hinter den anderen herzutuckern. Wenn man endlich am Busbahnhof ankommt, fährt einem der erste Bus direkt vor der Nase weg. Der schöne, ausgefeilte Schlachtplan ist nicht aufgegangen.

 

Schweren Herzens steigt man also in den zweiten Bus ein. Aber zwischen all den Schülern sieht man noch einen letzten freien Platz aufblitzen. Man erwacht aus seinem Delirium und sprintet darauf zu. Mit leuchtenden Augen und einem Lächeln auf den Lippen setzt man sich dorthin. Mission accomplished!

Aber man wird sofort wieder ernst, kneift die Augen zusammen und geht in Verteidigungsposition. Misstrauisch schaut man umher, denn keiner soll einen hinterrücks überfallen und einem den hart erkämpften Platz wieder nehmen.

Nachdem man 20 Minuten lang seinen Sitzplatz mit Zähnen und Klauen verteidigt hat, kommt man an der Schule an. Diese Schlacht hat man gewonnen!

 

 

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Der schlimmste Tag aller Zeiten

 

 

Von Marion Roth

 

Kennt ihr auch solche Tage, an denen alles schief geht?

Es beginnt damit, dass der Wecker nicht klingelt und man verschläft. Man packt seine Sachen zusammen, findet aber das Mathebuch nicht. Wenn man sich noch schnell im Weggehen ein Marmeladenbrot schmiert, rutscht es einem vor lauter Hektik aus der Hand und landet auf dem Boden. Marmeladenseite nach unten - ...natürlich!

 

Man hetzt zur Bushaltestelle und merkt dann, dass man sich gar nicht hätte so beeilen müssen. Der Bus hat nämlich Verspätung, so dass man seinen Anschlusszug fast verpasst, nachdem einen der Busfahrer angeschnauzt hat, man solle gefälligst schneller einsteigen, er habe nicht den ganzen Tag Zeit. 

Wenn man dann einigermaßen lebendig durch die Schülermasse gekommen ist, sich in der Schule hinter seinen Tisch auf den sicheren Stuhl geklemmt hat und denkt: "Geschafft!" Dann liegt man falsch. Es geht nämlich erst richtig los!

 

Von unangekündigten Vokabeltests, auf die man nicht gelernt hat, über vergessene Hausaufgaben, bis hin zu sich im Unterricht immer melden, aber genau dann drankommen, wenn man die Antwort nicht weiß. Man denkt sich: "Womit hab‘ ich das verdient?", schiebt alles auf das Pech, dann auf das Schicksal und etwas, moralisch nicht ganz Korrektes, das man kürzlich vielleicht getan hat. Man kommt dann einigermaßen heil nach Hause, auch wenn der Zug 20 Minuten Verspätung hatte, so dass man in der Eiseskälte zittern durfte. Es ist 19 Uhr und man denkt sich: "Jetzt, schnell ins Bett, damit dieser Scheißtag endlich rum ist." Man zieht sich also schnell um, wobei natürlich das schon in der Hose vorhandene Loch noch größer wird, schmeißt sich ins Bett und zieht sich die Bettdecke über den Kopf, um schnell einzuschlafen und dem "schlimmsten Tag aller Zeiten" zu entfliehen.

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Der gaaaanz große Auftritt

Von Sabine Przewolka

 

Leider gibt es nicht viele Veranstaltungen, die Teenager mit ihren Eltern gemeinsam besuchen können - und alle haben dabei Spaß! Eine löbliche Ausnahme bildet der hochelegante und mit rund 1000 Gästen große Abschlussball der Schüler-Tanzkurse in der Donauhalle in Donaueschingen. Auch in den Zinzendorfschulen fanden mit der Tanzschule Seidel aus Villingen in den vergangenen acht Wochen wieder Basiskurse für die Neuntklässler statt - inklusive kostenlose drei Abende, um die Eltern im Neubau in Villingen für den großen Ball fit zu machen (siehe Artikel weiter unten). Das Erlernte können die Teenager oft erst gar nicht in der Öffentlichkeit präsentieren - weil sie in Discos wegen ihres Alters gar nicht hinein dürfen. Deshalb gibt es diesen großen Abschlussball und dafür werfen sich nicht nur die Eltern dann in Schale und stylen sich mit Gala-Frisuren. An diesem Ball ist ausdrücklich Abendrobe von allen gewünscht und deshalb wirkt alles hochelegant und wie ganz großes Kino. Der Höhepunkt des Abends bildet sicherlich für die Eltern der Tanz mit ihren Kindern. Die Gegenseite findet es vielleicht ein bisschen peinlich, mit Mama oder Papa zu tanzen. Aber nicht immer! Da entstehen Fotos wie oben, wo eines ausstrahlen: Tanzen macht ein heiteres und beschwingtes Gefühl! Gleich welchen Alters! Deshalb: Unbedingt empfehlenswert! Die Teenies erleben dabei nicht nur, was es heißt, einen gaaaanz großen Auftritt zu haben. Sie lernen auch etwas anderes, nämlich etwas zu einzuplanen: Denn zwar passen zu der eleganten Abendrobe natürlich ganz besonders absatzhohe Schühchen, die natürlich auch die Beine lang wirken lassen. Nur: Vorsorglich sollten auch ein Paar bequeme Schuhe mitgenommen werden, um den ganzen Abend über Spaß zu haben. Manche der Ballbesucherinnen haben es gerade noch ans Auto geschafft, so weh taten ihnen die Füsse...

Das zittrige Gefühl

 

 

Jeder kennt sie. Wenn er vor der Klasse einen Vortrag hält, allein auf einer großen Bühne steht oder eine wichtige Arbeit bevorsteht, beschleicht sie einen.

 

Die Nervosität.

 

Sie breitet sich vom Inneren aus, bis in die Fingerspitzen. Man zittert und atmet schneller, bekommt Schweißausbrüche und einem ist kalt. Um dieses unruhige Gefühl zu vertreiben, redet man entweder viel, oder traut sich gar nicht erst etwas zu sagen, weil die Stimme zittern könnte. Man wippt unruhig mit dem Fuß, geht auf und ab und lacht über Dinge, die eigentlich gar nicht komisch sind. Oder man lacht über gar nichts mehr, weil die Nervosität einen voll eingenommen hat.

 

Wenn alles dann vorbei ist, der Vortrag gehalten, die Rede oder das Vorspiel auf der Bühne beendet und die Arbeit geschrieben, dann fühlt man sich wohl in seiner Haut. Die Finger werden wieder warm, man kann sich entspannt zurücklehnen und froh sein, sein Bestes gegeben zu haben.

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Der Eltern-Tanzkurs gehört zum Schülertanzkurs dazu. Tanzlehrer wie Julia Thanos (in der Mitte mit Mikrofon, um sie herum ihre Kolleg/innen Silke Riedinger und Florian Mattig) machen fit für den großen Abschlußball. Bild: S. Przewolka

Neuer Schwung für die Seele

Von Sabine Przewolka

 

Wer durchs Leben tanzen kann, dem fällt vieles leichter. Was aber, wenn sich die Beine verknoten und aus tanzen eher trampeln wird? Wenn sich der Alltag bleischwer an die Beine heftet? Dafür gibt es Oasen wie die Tanzschule Seidel in Villingen, die schon seit Jahren eine geniale Idee umsetzt. Sie bietet an verschiedenen Schulen einen Tanzkurs für Schüler an, inklusive kostenlosen dreiwöchigem Elternkurs und gemeinsamen festlichen Abschlussball. Elternkurs im Schnellverfahren kostet nix? Na dann nichts wie hin! Gesagt - getan. Am Start: Papa und Mama mit null  Ahnung – und ehrlich gesagt auch null Bock. Um 21 Uhr ist der Akku bei beiden leer und dann auch noch tanzen lernen...? Aber Julia Thanos bringt es in kurzer Zeit fertig, dieses unbeschreiblich beschwingte Gefühl in jedem auszulösen. Sie ist ADTV-Tanzlehrerin, also speziell ausgebildet. Und eigentlich ist sie eine richtige Entertainerin. Mit kleinen Tipps und Tricks sieht das dann in den Spiegelwänden richtig gut aus und sogar leicht aus! Der Herr hebt nur seine Hand und lädt die Dame ein, sich um seine Hand zu drehen und beendet das Ganze indem er seine Hand wieder herunter nimmt. Leise Gesten, die das Tanzen rund und schön aussehen lassen – ohne großartig komplizierte Schrittfolgen einstudieren zu müssen. In anderthalb Stunden gelingt es so, 110 Paaren je Abend - aufgeteilt an zwei Tagen in der Woche -  zwei Tänze beizubringen.

 

Und noch viel mehr! Dadurch, dass sich rasante Erfolge einstellen, macht Tanzen sogar richtig Spaß! Zu erkennen an den heiteren Gesichtern, klaro manchmal auch ein lautstarkes Lachen, wenn der Takt nicht stimmt. Aber auch hier helfen kleine Hinweise, alles wieder glatt aussehen zu lassen. Disco-Fox, Walzer, Rumba, Tango... Die Eltern gehen so wohl vorbereitet in den Abschlußball am 5. Dezember in den Donauhallen Donaueschingen. Bis zu 1000 Besucher werden dort erwartet, alles in festlicher Robe und gestylt wie zum Foto-Shooting für Hochglanz-Magazine. Julia: „Wir wollen den Teenagern mal einen großen Auftritt mit allem Drum und Dran ermöglichen.“ Die 14- bis 16-jährigen kommen ja noch in keine Disco hinein, es fehlt ihnen also ein öffentlicher Raum zum Tanzen. Zweimal im Jahr finden diese Schüler-/ Eltern-Tanzkurse mit großem Ball am Ende statt. Natürlich steht dahinter auch der Gedanke, dass die Teilnehmer nachher bei anderen Tanzkursen weiter machen. Zum Beispiel ein kostenloser Hipp-Hopp-Kurs für einen Monat...

 

Denn Tanzen wirkt wie eine Art Droge. Einmal schön getanzt und schon will man gar nicht mehr damit aufhören.  Tanzen bringt Schwung in die Seele und auch die Partnerschaft! Wer da mit seiner besseren Hälfte im gleichen Takt so über das Parkett federt, der poltert nachher nicht zu Hause miteinander... Die hartnäckigen Schulterschmerzen oder der Ärger im Beruf sind am nächsten Tag irgendwie wie weggeblasen oder wenigstens deutlich schwächer. Abschalten, sich auf die Musik und den Partner konzentrieren und über den Boden schweben ohne Ballast – das ist Tanzen und tut einfach nur gut!

 

Julia jedenfalls tanzte schon mit vier Jahren durchs Leben, machte bei unzähligen Kursen und Workshops mit, ließ sich als geprüfte Tanzlehrerin ausbilden und bringt heute mit ihrem unvergleichlichen Esprit und ihrer Energie Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die ersten Tanzschritte bei. Denn sie wollte nicht nach altem Strickmuster anderen das Tanzen beibringen. Ihre Art, die Schritte ganz einfach einzustudieren, funktioniert hervorragend! Die im September eröffnete neue Tanzschule Seidel im Vorderen Eckweg 26 in Villingen bietet hier in einem Neubau die perfekten Räume mit exzellenten Böden in drei Tanzsälen. Mehr dazu und alle Kontaktdaten auf der Homepage www.ts-seidel.de.   

 

 

           

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Dank an unsere Schuhe

Von Lena Schreiber
 
 
Von quitschbunten Chucks zu edlen Lederstiefeln, von den braunen Kuschelboots zu pinkfarbenen Flip-Flops oder von Pailletten überzogengen High Heels mit besorgniserregenden Abstäzen bis hinzu Omas kuscheligen Hausschuhen - die Liste scheint schier ins Unendliche zu laufen, wenn es um ihr Aussehen geht.

Sie sind unsere ständigen Begleiter, sei es bei der Arbeit, auf dem Weg in die Schule, beim Einkaufen, auf dem zum Briefkasten oder selbst zuhause. Kaum ein Platz an dem sie uns nicht auf ihren weichen Sohlen tragen. Für uns sind sie selbstverständlich geworden, diese zwei Gehäuse mit Sohlen, die uns liebevoll unsere Füße vor Kälte und anderen Fremdeinwirkungen schützen - und dazu auch noch unsere Persönlichkeit ausstrahlen.

 

Doch wer hat schon ein dankendes Wort für seine ausgelatschten Sneaker übrig?

Wie oft denkt man an sein Paar Schuhe mit den einst liebevoll eingfädelten, bunten Schnürsenkeln oder an seine warmen Winterstiefel?

Tatsache ist, dass sie uns auf Schritt und Tritt begleiten, zu wichtigen Referaten in der Schule, auf dem Nachhauseweg oder einfach bei einem Spontanbesuch bei der Freundin um die Ecke.

 

Fakt ist aber auch, dass sie am Ende eines anstrengenden Tages (von Seiten des Trägers und des Schuhes) achtlos im alten Schuhschränkchen verschwinden.

Wird es nun nicht langsam Zeit, sich bei ihnen zu revanchieren?

Passend zum Beginn der sich anbahnenden Weihnachtszeit?

Eigentlich schon! Ein angenehmes Schuhcreme-Peeling wäre doch ein netter Anfang.

 

 

 

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Statt Schneemann mal ein Schneeherz (gesehen in Mönchweiler)? Damit im Winter Schnee fällt, kann jeder etwas für die Umwelt tun! Bild: S. Przewolka

Kein Schneemann

 

von Joshua Kälble 

 

 

Im Winter 2013 lag kein Schnee. Eigentlich selber schuld! Allein die Deutschen haben im Jahr 2013 951 Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen ausgestoßen, die von der Umwelt nicht problemlos entsorgt werden können. Diese Treibhausgase verändern die Atmosphäre so, dass die Sonnenstrahlen, die normalerweise von der Erde zurück in den Weltraum reflektiert werden, behindert werden und somit ein Teil der Strahlen auf die Erde zurückfallen und dadurch die Oberfläche erhitzen.

 

Wenn ihr nächstes Jahr eine Schneeballschlacht machen oder einen Schneemann bauen wollt, sollet ihr Rücksicht auf die Umwelt nehmen. Das könnt ihr unterstützen, indem ihr Energie spart, den Müll trennt oder mit einer Ernährung aus artgerechter Tierhaltung und kontrolliertem Pflanzenanbau. Verschiedene Möglichkeiten hierzu könnt ihr im Internet nachlesen. Natürlich müssen alle helfen, wenn im nächsten Jahr wieder Schnee da sein soll!

 

 

 

 

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Ideen-Feuerwerk zu     "Grausame Schwester"

 

Von Sabine Przewolka

 

 

Kunst kommt von Konsequenz. Nicht von Können und auch nicht von Kommerz. Kunst bedeutet eine Oase in diesen hektischen Zeiten, wo Muse und Passion als Mangelware gelten und es eigentlich immer nur ums liebe Geld geht. Staunend schauen wir deshalb in den Ferien auf unsere Kinder, wenn sie auf der Strand-Terrasse am Meer in Südfrankreich den Mal-Block auspacken und anfangen, zu zeichnen. Klar betrachten wir mit ebenso aufgerissenen Augen auch die Elternabrechnung, wenn wieder ein paar Euros mehr auf der Monatsabrechnung der Zinzendorfschulen in Königsfeld stehen.

 

Und trotzdem überraschen uns die Kinder, wenn es nicht nur bei diesem Malen bleibt. Ein Song der Metall-Folk-Band „Subway to Sally“ löst ein ganzes Ideen-Feuerwerk aus. Die Rock-Ballade handelt von zwei Schwestern wie im Märchen „Frau Holle“ mit Goldmarie und Pech-Marie von den Gebrüdern Grimm. Die eine lieb und nett und blond, die andere hasserfüllt und machtgierig und natürlich -  schwarzhaarig. Schwarz und weiß wie gut und böse. Ach! Oder umgekehrt?  In dem Rock-Song mit dem treffenden Namen „Grausame Schwester“ geht es darum, dass die Schwarzhaarige aus Eifersucht die Blonde die Klippen ins Meer hinabstößt. Genau diese Situation entsteht in Pastellkreide auf dem Block.

 

Damit aber nicht genug! Bei der Steilküsten-Wanderung wird unter viel Gelächter der beiden Schwestern – die sich im „normalen“ Leben sehr gut verstehen - im theatralischen Sturm-Wind genau diese Szene für ein Foto nachgestellt. Theater lässt ja ohne dramatische Konsequenzen auch diese dunkle Seite im Leben zu. Auf der Bühne geschehen Meuchelmorde oder Eifersuchtstaten, aber nachher stehen alle Schauspieler da und lassen sich quietschlebendig mit Applaus feiern. Nur Schau und Spiel, nicht wirklich Ernst. Und genau dieses Foto betrachten wir Eltern nachher zu Hause und wissen in diesem Moment, dass jeder Cent an dieser Schule gut angelegt ist...      

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Mittens - die süßeste Katze der Welt. Bild: M. Roth

Ein Katzenleben gerettet

Von Marion Roth

 

Vor ein paar Wochen wurde ein Kätzchen zu uns gebracht. Es war auf einem Feldweg gefunden worden, total unterkühlt und beinahe verhungert. Meine Eltern bedeckten sie mit einer flauschigen Decke, um sie aufzuwärmen. Leider war sie so schwach, dass ihr die Decke zu schwer war und so zog sie sich immer wieder darunter hervor. Ich setzte mich neben sie. Deckte sie zu und streichelte sie. Sie fing schon an zu schnurren, kaum dass man sie auch nur angeschaut hatte. Und wie konnte es auch anders sein, verliebte ich mich natürlich in das kleine, flauschige Fellknäuel mit den großen Augen.

 

Obwohl mir meine Mutter sagte, dass ich das nicht sollte. Obwohl ich wusste, dass das Kätzchen vielleicht sterben würde. Und obwohl wir, selbst wenn es überleben würde, das Kätzchen nicht behalten konnten. Aber all das war vergessen, wenn ich das flauschige Fell streichelte, das zufriedene Schnurren hörte und mit dem überglücklichen Kätzchen kuschelte, um es warm zu halten. So saß ich dann oft bis zu zwei Stunden einfach nur da. Die Katze in eine Decke eingehüllt auf meinem Schoß und streichelte sie. Versuchte ab und zu sie zu etwas Wasser und Essen zu überreden. Immer, wenn sie aufhörte zu schnurren, hatte ich Angst, sie könnte tot sein. Aber sie war es nie. Sie schlief nur. Friedlich und froh, nicht mehr alleine auf einem kalten, nassen Feldweg zu liegen und zu verhungern.

 

Immer, wenn ich von der Schule heimkam, hatte ich Angst, dass meine Mutter dasteht und mir sagt, dass sie mit mir reden muss. Wie sie es schon vorher beim Tod meiner Katze, die durch einen Unfall unerwartet starb, getan hatte. Sie kümmerte sich auch viel um das kleine Kätzchen. Sie fütterte es immer und gab ihm zu trinken. So war es einfach unausweichlich, dass sie ihr Herz ebenfalls an das kleine süße Ding verlor. Als wir sie über das Wochenende im Zimmer meiner Schwester einquartierten, ging es der Katze schon viel besser. Sie war nicht mehr ganz so schwach und würde mit ziemlicher Sicherheit überleben. Wir kuschelten alle viel mit ihr und schon bald war klar, dass dieses Kätzchen zu uns gehörte. Meine Mutter fragte mich, ob wir das Kätzchen behalten sollten. Was sollte ich da auch anderes anworten, als: Ja! Wir tauften sie Mittens und sie fühlt sich wirklich sehr wohl bei uns. Und wir alle sind uns einig, dass sie die süßeste Katze der Welt ist.

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Nebel-Monster

Im Nebel sieht alles viel gespenstischer aus. Bild: Marion Roth

Von Marion Roth

 

 

Heute Morgen gehe ich, wie jeden Tag, um 6.20 Uhr aus dem Haus. Es ist kühl und neblig, wie sonst auch. Aber heute ist es noch nebliger. Ich kann gerade zehn Meter weit sehen. Alles dahinter wirkt nur noch wie Schemen. An den Laternen glitzern Tautropfen in den Spinnweben. Auf den Straßen in dem kleinen Dorf ist niemand außer mir. Oder? Hat sich der Schatten da nicht gerade bewegt? Und da, steht da nicht jemand an der Bushaltestelle? Und ist der Haufen auf dem Boden…ein Mensch? Bewusstlos, oder sogar…tot? Ich laufe auf die Bushaltestelle zu. Dort steht niemand. Der Haufen besteht nur aus Blättern. Ich bin ganz allein.

 

So stehe ich an der Bushaltestelle. Die Fenster des Hauses gegenüber starren mich finster an. Der Nebel dringt durch meine Jacke und die Kälte lässt mich schaudern. Schräg gegenüber meiner Bushaltestelle ist eine lange dunkle Gasse, die vom grellweißen Licht der neumodischen Laternen beleuchtet wird. Eine davon flackert und mir läuft ein Schauer über den Rücken. Der Wind lässt die Blätter in den Bäumen rascheln und ich warte. Ich kann auf der Kirchturmuhr gerade so erkennen, dass es kurz vor halb sein muss. Um nicht an all das Schreckliche denken zu müssen, das hinter der Nebelwand lauern könnte, laufe ich auf und ab. Plötzlich fängt die Turmuhr  zu läuten an, ich reiße die Augen auf und stehe starr vor Schreck, bis ich ein anders Geräusch wahrnehme.

 

Das klingt doch… wie ein Bus! Erwartungsvoll spähe ich die Straße hinunter. Ich sehe zwei helle Lichtkreise. Sie kommen näher. Aber dann bemerke ich, dass es gar nicht mein Bus ist. Es ist ein LKW. Hämisch grinsend starren mich seine Scheinwerfer an. Der Fahrer ist nur als dunkler Schemen zu erkennen. Aber sicher lacht der auch, weil ich jetzt noch länger so allein an der kalten, einsamen Bushaltestelle warten muss. Als der Lkw vorbeigefahren ist, kommt mir die Nacht noch stiller vor. Die Nebelwände scheinen enger zusammenzurücken. Um meine Nervosität zu vertreiben, fange ich an zu pfeifen. Aber in der übermächtigen Stille, des alles verschlingenden Nebels, klingt das erbärmlich dünn und verloren. Ich höre auf, als ich einen Schatten auf mich zukommen sehe. Er sieht gefährlich aus. Ich schaue mich nach einem Platz zum verstecken um. Aber zu spät. Vor mir steht ein Mann. Einen Kopf größer als ich, mit grimmigem  Gesichtsausdruck. „Hey“, sagt er. Ich starre ihn mit weit aufgerissenen Augen an. „Keine Sorge, ich fress dich nicht. Ich wollte nur fragen, ob du etwas leiser sein könntest, mein Sohn schläft noch.“ Ich nicke schüchtern. „Danke“, sagt er und geht. Ich atme aus und merke, dass ich die ganze Zeit die Luft angehalten habe.

 

Seltsamerweise geht es mir jetzt besser. Ich bin nicht allein auf dieser Welt. Kurz darauf kommt endlich mein Bus. Ich sehe zwei Lichtkreise und dann, das einladende Licht innerhalb des Busses. Es sitzen nur wenige  Leute darin, aber selbst, wenn es nur der Fahrer wäre, Hauptsache, irgendjemand ist da. Die Tür öffnet sich, ich steige ein, lächle den Fahrer erleichtert an und sage: „Schön Sie zu sehen.“  Der guckt noch irritiert als ich schon an ihm vorbei gelaufen bin, in das warme, rettende Licht des Busses.

 

 

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Sich nicht trauen

Von Marion Roth

 

Eigentlich möchte ich dem Idioten, der mich immer im Bus anrempelt mal gehörig die Meinung sagen.

Die beliebte Klassenkameradin fragen, ob sie morgen Zeit hat.

Dem Typen, der mich immer nach einem Stift fragt und sich nie bedankt ein ‚Nein‘ entgegenschleudern. Einfach mal sagen, was ich denke.

Aber der Idiot ist einen Kopf größer als ich, die Klassenkameradin viel cooler, der Typ… naja, das geht einfach nicht und meine Meinung interessiert auch keinen. Hauptsache, ich bin möglichst unauffällig. Solang ich in der Ecke rumhänge, kann ich ungestört… nachdenken!

 

Wenn ich einfach mal auf jemanden zugeh'…  Nein, nein. Ich will ja keinen belästigen. Die sind ja sowieso grad alle beschäftigt. In Sport will mich bestimmt keiner in seiner Gruppe haben. Weil -  …ja, ich trau mich nicht zu fragen.

 

Aber morgen wird das anders. Da sag ich dem Idioten mal die Meinung. Jawohl! Und ich werd einfach ganz cool auf die Klassenkameradin zugehn und fragen: „Hast du heute schon was vor?“ Und meine Stifte sind ab morgen tabu! Und außerdem werd ich mich vor die Tafel stellen und denen Mal erzählen, was ich denk'. Ja! Das mach ich! Morgen. Oder übermorgen. Aber irgendwann bestimmt.

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Und trotzdem herrscht Ordnung im Chaos! Bild: M. Roth

Schönes Leben im Chaos

Von Marion Roth

 

Mist. Jetzt hab ich schon wieder meinen Schlüssel irgendwo hingelegt und finde ihn nicht mehr. Also frage ich meine Mutter. Ihre Antwort:  „Der liegt bestimmt irgendwo in deinem Chaos.“ Na toll. Naja, mein Zimmer ist vielleicht ein bisschen unordentlich. Ein bisschen sehr. Aber das heißt noch lange nicht, dass ich darin alles verlege. Ich finde mich dort sehr gut zurecht. Nur weil meine Eltern das nicht schaffen… Hm, aber eigentlich brauche ich den Schlüssel ziemlich dringend. Vielleicht sollte ich doch aufräumen? Aber wo anfangen? Bei den leeren Verpackungen? Oder doch lieber bei den, im ganzen Zimmer verstreuten Schulsachen? Oh je, der Schlüssel könnte überall sein. Zwischen Papierschnipseln, Kleidungsstücken und nie beendeten Texten. Den find ich doch nie! Ich setze mich erstmal auf mein Bett, die Insel, in diesem ganzen Chaos, denn da kommt nichts drauf außer mir. Da spüre ich etwas Hartes. Der Schlüssel! Ich lächle. Dann kann das Aufräumen ja noch warten.

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Schülerband Acrophobia

Sie nennen sich "Acrophobia" und das heißt lateinisch Höhenangst.  Beim Schulfest am Dienstag traten die vier das erste Mal öffentlich auf - und hinterließen einen bleibenden Eindruck - zumindest nach den Reaktionen des angereisten Fan-Clubs zu urteilen. Die Formation um Niko Hack spielte zwar nur ein eigenes Lied, der Rest Ohrwürmer aus den Charts. Beim Gottesdienst am nächsten Morgen schienen sich die vier dann wirklich warm gespielt zu haben und alle verließen mit einem Lächeln im Gesicht den Kirchensaal: Die Musiker weil bei ihnen jeder Einsatz funktionierte und die Zuhörer wiel es sich bombastisch gut anhörte. Weiter so! Vielleicht halten diese Fotos ja den Beginn ener schillernden Star-Karriere fest... (prz) 

Was gutes Lernen ausmacht

Von Sabine Przewolka

 

Wenn es schlechte Noten hagelt – liegt es jetzt am Lehrer oder am Schüler? Um diese Frage zu klären gab mir eine Mutter zwei Geo-Hefte zum Lesen in die Hand. Hier die Antwort in Kurzform, die ja eigentlich jede/r aus eigenem Erleben auch selbst geben kann: Es liegt eigentlich an der Person des Lehrers! Ein  Experiment in Schweden beweist dies sogar ziemlich eindeutig, ganz ausführlich dargestellt in der „Geo“-Ausgabe vom Februar 2011. Bei einem Test an allen Schulen im Land schneidet eine neunte Klasse am Schlechtesten ab. Diese Klasse bekommt für nur fünf Monate die besten Lehrer des Landes und landet dann beim nächsten Test unter den Top 3. Bei  einem Lehrer gehen die Schüler ab wie Silvesterraketen, beim anderen scheinen sie mit Bleifuß wie auf einer Bremse zu stehen. Stavros Luca, einer der Star-Lehrer aus Schweden mit griechischer Abstammung, sagt: „Gewinne ihre Herzen und du kannst mit ihnen tanzen“. Das weiß ja eigentlich jeder von uns selbst: Ein guter oder ein schlechter Lehrer beeinflußt das ganze Leben eines Schülers. Was macht „gut“ aus? Dieser Lehrer lässt den Menschen dahinter durchblicken und nimmt sich Zeit für seine Schüler. Er überzeugt durch herausragendes Wissen, ist ein Multitasker und kann Begeisterung übertragen. Was einen guten Lehrer ausmacht, wurde übrigens noch nie richtig untersucht! Geschwiege denn, eine Auswahl dementsprechend getroffen. Klar ist, dass sich keiner vor der Klasse verstecken kann. Die hohe Burnout-Quote bei Lehrern spricht da eine eigene Sprache.

Star-Lehrer wie Luca wissen:  Nie einen Schüler beschämen oder demütigen! Ein Star-Lehrer zeichnet sich durch hohe Ansprüche aus, durch Verständnis und blitzschnelles Verhalten auf die Schüler. Der gute Umgang entsteht durch die Kraft des Respekts, der Methode der Liebe und einem Unterricht, der wie ein Tanz sein sollte. Er lässt die Schüler nicht gemeinsam vom Stuhl aufstehen, sondern begrüßt sie persönlich an der Türe, spricht zu jedem ein paar Worte und berührt kameradschaftlich – körperlich wie seelisch. Dazu eine bewegliche Schulleitung bedeutet das non-plus-ultra. So etwas entsteht nicht durch Monotonie, wenn beispielsweise der Lehrer zu 70 Prozent spricht oder eine Stunde wie die andere abläuft.

Im Mai-Heft 2013 von Geo steht das Thema nochmals mit ein paar weiteren Details. Da sitzen 30 Lehrer bei einer Fortbildung nach Professor Gerhard Roth und beurteilen sich selbst beim Unterricht. Spielen mal selbst Schüler, verhalten sich „wie eine Rotte Pubertierende“. Was zieht bei Schülern? Guter Unterricht ist schwer zu beschreiben. Lernforscherin Elsbeth Stern aus Zürich fand heraus, dass Schüler zwar individuell sind, aber nicht sonderlich individuell denken. Sie weiß aber auch, dass ein schlechter Lehrer auch immer einen schlechten Schüler erzeugen wird. Die Züricher Forscher empfehlen sogar, diese klassischen Irrwege des Schüler-Denkens ganz gezielt im Unterricht zu bearbeiten. Die Aufmerksamkeit der Schüler lässt sich an den Grenzen ihres Denkens besser wecken. Aber viele Lehrer kennen die Lernschwierigkeiten ihrer Schüler gar nicht. Japan erprobte dies in jahrelangen Forschungs-Studien. Bei uns steht und fällt der Unterricht mit dem Lehrer und gibt es keine seeligmachende Lernmethode.

Sollte sich der Staat um einen besseren Unterricht bemühen? In Neuseeland haben das die Politiker schon begriffen. Die Rechenfertigkeit bei Grundschülern ließ sich so stark steigern, als ob sie zwei oder sogar drei Jahre länger Mathe gehabt hätten. Die wenigsten Lehrer allerdings, so die Erkenntnis, können ihre Schüler richtig einschätzen. In Neuseeland erhielten die Lehrer eine spezielle Ausbildung dafür. Sie reagierten dabei schockiert über ihre Fehl-Diagnosen. Sie probierten im Unterricht neue Formen aus und siehe da – der Lärmpegel fiel und die Disziplin nahm zu. Wieviel Wissen haben die Schüler aufgenommen? Diese Frage stellen neuseeländische Lehrer ihren Schülern am Anfang des Unterichts und nicht am Ende. Wo muss der Lehrer seinen Schüler abholen – diese Frage ist in der Schule die wichtigste überhaupt. Und ein guter Lehrer zeichnet sich dadurch aus, dass er hier von seinen Schülern lernt...      

Pluspunkt für den Lebenslauf

 

Von Sabine Przewolka

 

Schule zu Ende – und was jetzt? Die einen steuern zielstrebig ihrem neuen Berufsweg entgegen. Die anderen wissen noch nicht so genau, wohin sie ihr  Leben nach der Schule führt. Oder sie warten noch auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz. Egal in welcher Warteschleife diese jungen Menschen gerade hängen – hier gibt es eine gute Idee, diese Zeit zu überbrücken: Mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr (kurz FSJ).

 

Die vielen Vorteile liegen auf der Hand: Während eines FSJ können erste Berufserfahrungen gesammelt und Einblicke in soziale Bereiche gewonnen werden. Ein Pluspunkt im beruflichen Werdegang und Zeit, sich seine Berufswünsche genau zu überlegen! Ein FSJ zeigt im Praxistest, welche Talente wirklich in einem stecken. Die MediClin Albert Schweizer Klinik in der Parkstraße 10 in  Königsfeld bietet vielfältige Angebote für ein FSJ an. In der Reha-Klinik für Herz-, Lungen- und Stoffwechsel-erkrankungen und in der MediClin Baar Klinik für Psychosomatik können FSJler sowohl in der Pflege wie auch in der Hauswirtschaft oder gar in der Technik bei Hausmeisterdiensten eingesetzt werden.

Wie Pflegedienstleiterin Gaby Maier erläuterte, dauert das FSJ mindestens sechs Monate, in der Regel aber ein Jahr und kann sogar auf maximal 18 Monate ausgedehnt werden. Melden können sich junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren. Die Regelarbeitszeit während eines FSJ beträgt ca. 40 Stunden. Die Freiwilligen haben Anspruch auf 25 Urlaubstage im Jahr, Jugendliche unter 17 Jahren sogar 27 Urlaubstage im Jahr.

Die Freiwilligen erhalten ein Taschengeld. In der MediClin Klinik zum Beispiel 460 Euro pro Monat. Bei Bedarf kann die Albert Schweizer Klinik eine Unterkunft zur Verfügung stellen. Interessenten an einem FSJ können gerne Kontakt zum Landesverband Badisches Rotes Kreuz in Freiburg aufnehmen. Telefonnummer 0761/ 88 336-253

oder E-Mail freiwilligendienste@drk-baden.de

oder direkt bei Gaby Maier, E-Mail gabriele.maier@mediclin.de, Telefonnr. 07725/ 96-3260. 

Auf www.drk-baden-freiwilligendienste.de gibt es weitere Informationen und die Möglichkeit der Onlinebewerbung.

 

    

Tanzen wie in Schottland

Von Amelie Fobel

 

In Schottland gibt es viele Tanzveranstaltungen und -feste unter Freunden oder Verwandten, und in Deutschland? Klar, hier gibt es auch Tänze und verschieden Tanzbälle, aber warum nicht mal was Neues ausprobieren? Genau das wollte unsere Lehrerin Mudrich an den Zinzendorfschulen mal ausprobieren. Sie wollte auch mal ein schottisches Fest in Deutschland feiern und das setzte sie dann auch um: Sie engagierte einen ,,deutschen Schotten“ aus Trossingen, der mit uns dann auch so ein sogenanntes ,,Ceilidh“ feierte. Erst tanzten wir zu Konserven-Dudelsack-Klängen im Kreis, dann als Paar  und schließlich auch in einer Reihe und immer war auch schottische Musik dabei. Manche Tänze waren einfach, manche waren aber auch echt schwer. Naja, man hat sich nicht wirklich wie in Schottland gefühlt, es hat sicher eher so angefühlt, wie wenn man hier ein Ceilidh ,,nachmachen" würde. Aber mit der Klasse 7b hatten wir zusammen viel Spaß!

 

Knock out für Knete

Verbot von Radier-Knete im Unterricht: Die Lehrer sprachen ein Machtwort, bevor sich ein regelrechter Trend wie ein Flächenbrand in den Schulgebäuden der Zinzendorfschulen ausbreiten konnte. Der Hersteller von Schreibwaren dachte sicherlich nichts Böses, als er Radiergummi entwickelte, der sich gleichzeitig auch als Knet-Masse verwenden lässt. "Au, toll!" jubelten vor allem die Fünftklässler und organisierten sogar regelrechte Sammelbestellungen zum Schreibwarengeschäft Hornscheidt. Und der erlebte einen regelrechten Ausverkauf dieser Ware und kam mit Nachbestellen kaum hinterher. Und im Unterricht radierten dann die Schüler nicht nur mit der bunten Knete, sondern sie modellierten allerlei Figuren und Skulpturen. Auf jedenfall war das Unterrichtsfach Nebensache. Die Lehrer reagierten prompt, zumal auch der Teppichboden Knet-Boppel abbekam und kaum mehr zu reinigen war. Kurz und gut: Jetzt kam das Aus für Radier-Knete im Unterricht. Die Lehrer sagen, das lenkt die Schüler zu sehr ab. Und die Schüler maulen: "Gar nicht!" Dafür können sie beim Modellieren wunderbar entspannen und das wirkt sich positiv auf das ganze Lernen aus. Doch die Lehrer glaubten ihren Schlitzohren nicht.     

Knete, mit der sich auch radieren lässt, wurde ik Unterricht jetzt verboten. Bild: S. Przewolka

Nachtträume

Von Tamina Eppler

 

 

Alle haben verschiedene Träume - ob am Tag oder in der Nacht. Aber ich habe die verrücktesten Träume  in der Nacht und deswegen heißt dieser Artikel Nachtträume. Jeder hat andere Fantasien und deswegen haben auch alle andere Träume, nämlich wenn alle die gleiche Fantasie hätten, würden wir auch nicht so viele unterschiedliche Erzählungen zu erzählen haben. Aber egal: Jetzt geht es um meine Nachträume die ich manchmal so habe! Hier en Beispiel: 

 

Dieses Mal ging es um Spinnen!!!

Ich fasse den Traum jetzt nur kurz zusammen, auf jeden Fall war da so eine riesige Spinne, die meine Mutter in zwei geteilt hat - aber die trotzdem noch weiter gelaufen ist! Voll ekelig! Dann war ich irgendwie plötzlich bei meinem Vater und der hat gewusst, dass es bei ihm im Garten so welche Arten gibt und hat mir eine in die Hand gedrückt. Das war so zusammengefasst mein Traum - voll ekelig.

 

Am Morgen da saß ich am Frühstückstisch und habe mein Müsli gegessen. Meine Mom hatte so eine komische Tischdecke mit so welchen Fäden die dort nach unten hingen. Mein Fuß hat das dann gestreift und ich habe nicht gewusst, dass das die Fäden waren von der Tischdecke. Ich  abe nach unten geschaut, bin zusammengezuckt und vom Stuhl gesprungen da ich gedacht habe, dass das eine Spinne ist. Das sah nun mal so krakelig spinnebein-haft! Meine Mom hat sich abgelacht wie eine Verrückte! Und ich musste meinen Schock erst einmal überwinden...!

 

So können Träume in der Nacht uns das Leben am Tag zum Chaos mit viel Gelächter machen. Träume sind immer schön, auch wenn man manchmal schlechte hat. Außerdem kann man ja auch im wachen Zustand träumen von seinem Traumberuf oder Traumhaus oder einem Wunsch-Haustier!!!

 

Nikos Gehirnsenf

Niko, Schüler auf den Zinzendorfschulen,schreibt seine lesenswerten Ideen auf seiner Homepage auf. Bild: S. Przewolka

Von Sabine Przewolka

 

 

Was geht eigentlich im Kopf von Jugendlichen so vor? Einen klitzekleinen Einblick in diesem Kosmos aus Chaos, Klamauk und glasklaren Gedanken gibt uns einer von ihnen auf seiner Homepage www.nikos-hirnsenf.5cz.de . Tagsüber geht Niko in der 11. Klasse Gymnasium auf die Zinzendorfschulen, grüßt seine Mitmenschen immer mit einem fröhlichen aber vielleicht doch etwas nichtssagenden „Howdy“. Nachts mutiert er aber zu einem Denker und schreibt seine kunterbunten und stellenweise tiefgründigen Ideen auf - und heißt seine Besucher mit demselben Gruß wilkommen. Eine Freude, diese Gedankenwelten mit ihm durchzugehen und deshalb auch ein Lesetipp für alle anderen! Er betrachtet Dinge von ungewöhnlichen Seiten und fragt sich, warum der Mensch eigentlich von Natur aus faul ist. Und warum fast jeder gerade deshalb stets nach Macht und Geld strebt:  Wer viel Macht hat, kann viel bewirken, ohne selbst von seinem Thron aufstehen zu müssen...  Klingt verlockend – aber Niko kann sich mit diesen Gedanken nicht anfreunden, weil ihm da das Miteinander fehlt. Die Zinzendorfschüler kennen ihn ja als Bandleader von „Acrophobia“ und seine selbst getexteten sozialkritischen Songs. Auch auf seiner Homepage kommt das deshalb nicht zu kurz. Sein großes Ziel seiner bevorzugten Weltordnung liegt darin, als ein Gemeinsames und als Einheit zu agieren, „denn nur dann sind wir am Stärksten.“ Und auch mit dieser Sucht nach allen Medien und der ständigen Erreichbarkeit geht er ins Gericht. Da empfiehlt er seinen Lesern: „Geht doch durch die Türe und schaut, was da draußen so abgeht, da ist auch eine Welt... Und wenn sie nicht perfekt ist, ist sie dennoch gut genug, um ihr einen Chance zu geben, oder...? Yeeeeeah!

 

        

Pures Glück?

Von Amelie Fobel (7c)    

 

                                                

Mittwoch, wir hatten gerade Deutsch. Meine Freundin und ich räumen noch schnell unsere Sachen in die Schultasche ein, um in die Kantine zu gehen, dann sehen wir...dass unserer Lehrer...die Türe zuschließt...

                                                 

                                              --Oh nein, was jetzt?--

 

Ich schaue meine Freundin ratlos an uns sie mich auch.

Wir wissen beide nicht, was wir jetzt machen sollen. Das einzige was wir tun können ist an die Türe zu hämmern und zu rufen, dass wir hier EINGESCHLOSSEN sind und das wir hier raus geholt werden sollen.

 

Die Krönung war, dass größere Schüler lachend und schaden freudig an uns vorbeigingen. Sie kicherten nur und kapierten nicht, dass wir hier wirklich EINGESCHLOSSEN waren.

 

Das alles klingt vielleicht dramatisch und ausgedacht, aber ich sage Euch...! Das war es nicht...

 

Dann die Rettung, ein Sechstklässler sieht uns, lacht uns nicht aus, sondern sagt, er rufe gleich einen Lehrer.

 

Bruder Bick kam, schloss auf und wir waren „draußen“.


Man will sich gar nicht vorstellen, wie es gewesen wäre wenn wir ohne Trinken und ohne Essen eine Nacht lang in unserem Klassenzimmer geblieben wären.

 

DANKE an Joshua aus der 6c, dass er uns an diesem Tag gerettet hat. ;) !

 

 

 

Chiara All und ihr Schulranzen. Bild: S. Przewolka

Eine schwere Entscheidung

Von Chiara All Klasse 5 b

 

 

Ich denke jeder muss in seinem Leben Entscheidungen treffen. Auch ich musste mich  einmal entscheiden und davon möchte ich euch jetzt erzählen: Es war das Ende der 4. Klasse. Die Sommerferien hatten bereits begonnen und nach den Ferien stand der Start ins neue Schuljahr an. Ich brauchte also einen neuen Schulranzen.Im Internet hatte ich einen Schulranzen gesehen und ich wollte ihn so gerne haben. Also fuhren Eltern und ich in verschiedensten Läden. Doch leider gab es „meinen“ Schulranzen nicht mehr. Ich musste mir also einen anderen aussuchen.Und als wir abermals in ein Geschäft fuhren,sah ich zwei wunderschöne Schulranzen.

Die Beiden waren sehr ähnlich,unterschieden sich aber in der Farbe.Der eine war lila und der andere war türkis. Ich wusste, einer von den beiden war der Richtige.

ABER WELCHER? Das war die große Frage,denn ich musste ja auch ein paar Jahre mit ihm auskommen. Nach ein paar Tagen voller Überlegung hatte ich mich entschieden. Meine Entscheidung war der türkise Schulranzen. Und als wir ihn gekauft hatten,war ich überglücklich. Und eins war sicher: DIE SCHULE KONNTE BEGINNEN!!!

 

 

 

 

 

Fröhliche Weihnachten!

Ein Knaller passierte im Gottesdienst vor den Ferien am Freitag. Erwachsene sagen dazu sogar vielleicht "Eklat". Die Schülerband "Acrophobia" spielt ihr Lied "Fröhliche Weihnachten" und Pfarrer Fischer unterbricht das ganze plötzlich mit Zwischenrufen, weil ihm der Text zu sozialkrisch für die Vorweihnachtszeit erscheint. Die Schüler und vielleicht auch die nicht eingeweihten Lehrer schrecken auf! Das gibt's doch gar nicht! Das Programm läuft doch sonst so reibungslos in den Zinzendorfschulen ab! Läuft es auch in diesem Moment! Denn die Unterbrechung ist schlaues Kalkül von Pfarrer Fischer und vorher haarklein abgesprochen!

Im Sommer sorgte ein Auftritt von "Acrophobia", der altgriechische Name für Höhenangst, schon einmal für Entsetzen und vor allem der Ohrwurm "Hey Polizist!" Der klingelte den Erwachsenen wegen seiner Sozialkritik noch länger in den Ohren... Dieses Mal sollte es deshalb anders laufen und tatsächlich ernste Gedanken zu Weihnachten aufkommen lassen. Denn die Adventszeit schafft dafür ja auch Raum. Hier deshalb der Text von "Fröhliche Weihnachten", den die drei von "Acrophobia" (Nikola "Niko" Hack, Julien "Jul" Froidefond und Pascal Anetsberger) dann nach einem täuschend echt gespielten Hin und Her auch wirklich zu Ende spielen durften:

 

Aus den Staaten kam grad an

was die NSA so hören kann

Und voll Freude ist der Mann

der die Whistle blowen kann

 

Wahlen mit großer Beute

gibt's im Ländle nebenan

Hier nur bunte Koalitionen

die keiner mehr ertragen kann

 

Wie viel muss denn noch geschehen

bis man uns hat ausgerott'

ja und wird's das Christkind sehen

dass man uns verkauft viel Schrott?

 

Heute kann man's uns ja sagen,

denn wir haben Weihnachtszeit.

Deshalb hört man auch kaum Klagen

werdet Ihr denn noch gescheit?

 

Es wurde euch so oft geschrieben

ja, es wurd' euch oft gesagt.

Und was ist davon geblieben?

habt Ihr Euch das einmal gefragt?

 

Nein, man sielet Weihnachtslieder

weil so schön die Welt doch ist

ständig alle Jahre wieder

und den Rest, den man vergisst

 

Treibt es ruhig noch so weiter

bis nichts mehr ist für uns da

denn Ihr werdet nicht gescheiter

das vor Jahren man schon sah.

 

So hilt auch kein Tannenbaum

und auch gar kein Christuskind

denn in den Köpfen quillt nur Schaume

doch die Weihnachtszeit verrinnt...

 

Die Probleme aber bleiben

heute, morgen, immerzu...

Und wir werden dazu schreiben,

denn uns lässt das keine Ruh! 

 

  

Wichteln zu Weihnachten

In der fünften Klasse Werkrealschule kam eine Lehrerin auf die tolle Idee, das Wichteln mit einem selbst getexteten Gedicht zu belegen. Da kamen tolle Werke der Fünftklässler heraus! Nach dem Motto: Reim dich, oder ich fress dich! Kostprobe gefällig?

 

1. Er hört sich an wie Sony

isst gerne Makaroni

Wohnt in Mönchweiler

da gibt es nen Pfeiler.

Er ist ein Junge 

hat auch ne Zunge

hat viele Haare

die wachsen alle Jahre

 

2. Wer Sport treibt bleibt gesund

Die Räder sind meist rund

Wenn es matschig ist macht's extra Spaß

Besonders wenn man gibt viel Gas

Der Helm der ist besonders wichtig

Damit der Sport gesund bleibt richtig

 

Was Lehrer nach der Schule so alles machen

Ohren wie Elefanten bekamen manche Schüler. Sie schnappten den eher beiläufigen Nebensatz ihres Psychologie-Lehrers Thomas Kreihe auf: „Ich bin am Montag im Radio Freudenstadt!“ Das führte zu einem schlagartigen Anfall von überschäumender Neugier – eher selten im Schulalltag anzutreffen. Was macht unser Lehrer, wenn er nicht gerade in den Zinzendorfschulen unterrichtet oder seine Stunden vorbereitet? Die Antwort lautet ganz einfach: Werbung für seinen Verein,  den Folkclub in Villingen!  Und das im Freien Radio Freudenstadt gleich hier um die Ecke. „Für alle, die nicht gerne Blockflöte unterm Weihnachtsbaum spielen“ (O-Ton Kreihe), gibt es nämlich in der Villinger Scheuer über die Festtage ein Alternativprogramm mit Ede’s Blues Gang (25. Dezember) und Cock’s Combo (30. Dezember).  Im Plauderton ging Kreihe zusammen mit seinem Folkclub-Kollegen Richard Hehn  das Frühjahrsprogramm Punkt für Punkt durch und dabei tönte die jeweilige Musik dazu aus dem Radio. Das groovt durchaus auch für die Jüngeren... Und dann ging es doch noch um Philosophie, auch ein Unterrichtsfach von Thomas Kreihe. Der Bassist einer auftretenden Band, so Kreihe, sehe mit seinem Backenbart genauso aus wie Schopenhauer...     

V - wie voller Erfolg bei der Unterstufen-Party!

Die Unterstufen-Party am Freitag lässt sich am besten so beschreiben: Ein voller Erfolg! Die Schülermitverwaltung (kurz SMV) organisierte die Party mit rund 15 freiwilligen Helfern und die Bilder und lachenden Gesichter sprechen für sich - eine Gute-Laune-Fete von Anfang bis Ende! Für den fetzigen Sound sorgte DJ Leon Mattern zusammen mit seinem Assistenten Lucas Kempter. Die Musik-Maschinen samt Verstärkern stammten von Nelke Eventservice. Oder ob die Super-Stimmung vielleicht daran lag, dass es alle Getränke gratis gab? Besonders am (alkoholfreien) Cocktail-Tisch bildete sich eine lange Warteschlange. Wer in der Nikolaus-Kappe ein Los mit entsprechender Nummer zog, durfte einen blauen Mini-Cocktail schlürfen. In diesem Jahr beteiligten sich an der Unterstufen-Party auch alle Klassensprecher bei der Organisation, wie Schulsprecher Tamino Burk erläuterte. Für die Mittelstufen überlegte sich die SMV etwas ganz Besonderes: Eine Fahrt in den Europapark! Die Bus- oder Bahnfahrt soll kostenlos sein, den Eintritt muß aber jeder selbst bezahlen. Der Termin wird noch bekannt gegeben. (prz)

 

 

 

 

Die Rechte von uns Kindern

 

Von Tamina Eppler

 

Es gibt auf der Welt viele verschiedene Kinderrechte. Doch nicht alle Kinder haben das, was wir hier in Deutschland haben. Es müssen viele Kinder arbeiten und schuften und bekommen dafür sehr wenig Geld und haben dabei auch keine Freizeit - obwohl Freizeit auch ein Kinderrecht ist!

 

Das ist aber nur eines davon, was viele Kinder nicht haben. Manche Kinder haben keine gescheite Kleidung oder Nahrung. Manche haben sogar keine Familie oder können nicht zur Schule. Dadurch haben sie auch keine schöne oder auch keine richtige Zukunft. Sie leben nicht in richtigen Wohnungen oder Häusern, sondern auf dem Müllplatz. Dort kann man dann auch sehr schnell krank oder sogar vergiftet werden! Ihnen fehlt auch die Anerkennung und auch die Freunde. Meist wohnen diese Kinder in Ländern, wo Krieg herrscht und kein Frieden. Verständnis brauchen Kinder auch. Sie müssen auch ihre eigene Meinung sagen dürfen und sollten auch eine Gesundheitsversorgung haben, damit wenn sie krank sind, auch wieder geheilt werden können.
Aber in vielen Ländern ist das nicht so. Die meisten Familien sind sehr arm und können sich keinen Arzt leisten, der ihnen helfen kann.


Hier ist ein Beispielartikel aus GEO Lino (wie es Kindern in anderen Ländern geht!)


"Warum Rajib täglich schuftet


Kaum ein halbes Jahr ist es her, dass Rajib weder ein eigenes Bett noch ein Dach über dem Kopf hatte. Der heute Zwölfjährige lebte schon mit fünf Jahren auf der Straße von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch. Inzwischen hat er im UNICEF-ZENTRUM Zuflucht gefunden. Vieles ist besser, aber arbeiten muss er immer noch. Alles begann,  als das Geld immer knapper wurde und seine Familie Hunger litt. Oft stritt sich Rajib mit seinen Eltern. Die Mutter schlug ihn damals so heftig, dass er ausriss. Nur weg aus seinem Heimatdorf. Immer noch besser auf der Straße zu leben, dachte er damals. Doch in der lauten stinkenden Großstadt ging es ihm nicht besser. Auch wenn er schnell von anderen Straßenkindern lernte, wie man sich durchschlägt. Tagsüber verkaufte er Schokolade oder belud Lastwägen, um sich etwas Essen zu verdienen. Abends mied er die anderen, denn sie benebelten sich mit Drogen, schnüffelten Klebstoff, um ihre aussichtslose Lage zu vergessen. Eines Tages fand ein Sozialarbeiter Rajib und brachte ihn in der Altstadt in einen UNICEF-Zentrum in der Altstadt. Rajibs Glückstag! Er bekam Essen, eigenen Schlafplatz und lernte andere Kinder kennen, denen es ähnlich ergangen war."

 

So geht es Kindern in anderen Ländern! Da müsst ihr zugeben, dass wir es viel besser haben wie die. Wir haben Bildung, dürfen unsere eigene Meinung sagen, haben eine Gesundheitsversorgung, Anerkennung, Freiheit, eine Familie und Kinder müssen nicht Arbeiten.

 

Geht es uns nicht gut?

 

Schreibt uns Euere Meinung! 

 


Trautel Oberbeck aus Donaueschingen besucht die Waisenkinder in einem indischen SOS-Kinderdorf selbst, für die sie immer Geld und Sachspenden sammelt. Bild: privat

Durchstarten mit Bump

Von Tom Brydniak

 

Ich bin neu bei der Schülerzeitung ULTRA. Mein Name ist Tom Brydniak und
ich möchte in einer Serie über die verschiedenen AGs an den ZZDS berichten.
Beginnen möchte ich mit der Basketball AG.


Man kann entweder Mittwochs zu Jeremy oder Freitags zu Judith gehen.
Mittwochs bin ich mit dabei. Der Mentor dort ist mein Bruder. Jeden Mittwoch um 17.00 Uhr kann man zur Basketball AG von Jeremy kommen. Sie findet in der ZZDS-Sporthalle statt. Wir beginnen immer mit einem Spiel Namens Bump. Danach machen wir Kraft und Ausdauertraining. Zum Schluß spielen wir nur noch cooles, Basketballspiel. Diese AG ist geeignet für Leute, die sich gerne bewegen und Ballgefühl haben. Wenn Ihr Zeit habt, dann schaut doch mal für ein Probetraining bei den AGs vorbei!

 

 

 

Das Übel beim Busfahren

Von Tamina Eppler (5 c)

 

 

Vor den Herbstferien bin ich an einem Mittwochmorgen so wie immer in die Schule gefahren. Ich saß neben meiner Freundin Selina und wir redeten gemeinsam. Und so ganz plötzlich passierte es vor dem Königsfelder Kreisverkehr! Ein Junge, der neben mir stand, machte plötzlich so ein komisches Geräusch. Ich wunderte mich und ahnte schon, was passiert war. Ich drehte mich um und meine Freundin tat das auch. Sahen hin und ich hatte Recht! Der Junge hatte gebrochen. Voll gegen eine Scheibe. Zum Glück!!! Wenn diese Scheibe nicht da gewesen wäre, hätte Selinas Bruder alles abbekommen. So trafen ihn nur ein paar Tropfen, was schon schlimm genug für ihn gewesen ist!

Naja - auf jeden Fall: Als ich das gesehen habe, wäre es mir auch fast hoch gekommen und ich habe in mir schon dieses Gefühl gespürt. Ich versuchte, mich abzulenken und redete einfach mit meiner Freundin weiter, der ebenfalls auch schon schlecht war. Sie hielt sich dabei die Nase zu  und ich fragte mich bloß, warum? Aber dann habe ich es bemerkt. Es hat gerochen, aber so was von ekelig! Das kann man gar nicht beschreiben. Eben nach Erbrochenen! Und dann kam es mir auch bis zur Kehle, aber ich musste mich nicht übergeben! Ein älteres Mädchen, das vielleicht so in der 9 oder 10 war, stand auf und ließ denn Jungen hinsitzen. Sie fragte ihn, ob er was trinken möchte oder ob er ins Sekretariat möchte? Aber die Antwort hieß als erstes "Nein" und dann "Ja", er möchte ins Sekretariat!

Wir kamen an und ich war glücklich darüber. Ich zitterte am ganzen Körper und mir war übel wie noch nie.  Meine Freundin war blaß wie ein Schneemann und ich ebenfalls. Das sagten meine anderen zwei Freundinnen, die allerdings das ganze nicht mitbekommen haben, weil sie im vorderen Teil des Busses waren. Wir kamen zu spät im Unterricht an! Unsere Klassenlehrerin Sr. Kyburz fragte uns, warum wir zu spät gekommen sind. Und wir antworteten mit leiser Stimme, dass unser Bus zu  spät sei und einer aus der 6. Klasse sich übergeben habe. Gleich fragten alle, wer gespuckt  habe und so weiter. Ich antwortete nicht auf diese Frage, sondern sagte: ,, Anderes Thema bitte, sonst muss ich mich auch noch übergeben!!!“ Wir setzten uns auf unsere Plätze und mussten ein Märchen weiterschreiben. Aber ich konnte nicht! Mir war so übel,  ich zitterte so, dass meine Schrift so aussah, wie eine Schrift von meiner linken Hand!!!

Meine Freundin Selina ging mit Lara, die vorne im Bus stand und davon nichts mitbekommen hatte, ihr aber trotzdem von unseren Erzählungen schon schlecht wurde. Beide fragten, ob sie kurz raus dürfen. Ich dagegen hatte mich wieder beruhigt und meine zweite Freundin auch.

Der Schultag endete gut und ohne weitere Bemerkungen über den Zwischenfall. Aber als meine Freundinnen und ich wieder in den Bus mussten, hatten wir Angst, dass das der gleiche Bus sein könnte und er nicht geputzt wurde! Oder dass einer wieder spucken muss. Es war nicht der gleich Bus und es hat sich auf dem Rückweg auch keiner übergeben!

Der Tag lief auch ganz normal. Aber am Abend spürte ich es wieder, wie es in mir hoch kam! Ich habe mich versucht mit schönen Gedanken abzulenken  und es hat Tatsache geklappt, aber nicht für die ganze Zeit. Leider!!! Ich wachte gegen 3 Uhr auf und konnte nicht mehr einschlafen. In meinem Kopf war nur Busfahren drin und ich hatte richtig Angst, am nächsten Tag wieder Bus zu fahren! Aber ich wusste, dass es nicht das erste Mal und auch nicht das letzte Mal sein wird, wo ich das erlebe!!! Das war ein Erlebnis aber kein schönes. Dem Jungen war dabei aber auch bestimmt nicht wohl!!! Der Arme! Den ganzen Tag noch in der Schule zu sein. Auch noch von allen ausgelacht zu werden!!!

 

Mein Tipp:

Ich rate allen, die mit dem Bus fahren: ,, Nehmt euch einen Schal mit und seit möglichst weit vorne. Hinten wackelt der Bus immer so und das kann dann  zu so was führen. Den Schal nehmt ihr zum Davorhalten für Eure Nase, damit ihr nicht diesen ekligen und blöden Geruch riecht!“

 

 


Die Hölle um 7.40 Uhr von Mönchweiler nach Königsfeld

Von Chiara All (Klasse 5b)

 

 

Diesen Bericht schreibe ich für alle, die in Mönchweiler einsteigen oder sonst morgens Probleme mit dem Bus haben!

 

Ich bin zwar erst seit ein paar Wochen in den Zinzendorfschulen und kenne mich mit dem Busfahren noch nicht so aus, aber eines weiß ich jetzt schon: Morgens Busfahren ist die reinste Qual! Bei mir ist es so: Ich bin erst einmal froh, wenn ich in den Bus reinkomme, denn ein Klassenkamerad von mir wurde gleich am dritten Tag nicht mehr mitgenommen. Die Türen wurden vor seiner Nase zugeschlagen. Und wenn ich dann noch einen Sitzplatz haben will, stehen die Chancen 1:100! Denn im Bus ist es richtig voll.

Man muss ganz eng aneinander gedrängt stehen und manchmal sogar an der Windschutzscheibe. Als ich mal vorne an der Windschutzscheibe stand, war mir schon ein bisschen mulmig zumute, denn würde der Bus eine Vollbremsung machen, hätte ich keinen Halt und würde vielleicht geradewegs durch die Scheibe fliegen.

 

Mein Wunsch wäre, dass morgens mehr Busse fahren, denn dann würde wahrscheinlich jeder einen Sitzplatz bekommen und keiner müsste mehr vorne beim Busfahrer stehen.

Und dann wäre die Busfahrt morgens zur Schule viel besser und würde mehr Spaß machen!

 

 

Schmeckt Blut lecker?

Würdet Ihr auch mal schnell über so eine Schürfwunde mit Euerer Zunge lecken? Bild: S. Przewolka

 

 

Von Sabine Przewolka

 

Aufregendes ereignete sich in der fünften Klasse im Königsfelder Modell/ ehemalige Hauptschule. Ein Schüler bekam am Freitag vor den Ferien plötzlich Nasenbluten, das nicht mehr aufhören wollte. Der Notarzt eilte hinzu und versorgte den Schüler. Der Vorfall sorgte für Gesprächsstoff. Und deshalb machen wir es hier zum Thema! Wie geht Ihr mit Verletzungen bei Euch um? Einer nämlich sprach es offen und ehrlich aus: Wenn ich mich in den Finger schneide, lecke ich mein Blut auf...! Leben Vampire unter uns, die gerne Blut trinken - auch wenn es nur ihr eigenes ist? Mal Hand aufs Herz und schreibt uns gerne auch anonym (mit einem erfundenen Namen)! Iiiiiiiiih wie ecklig, mögen jetzt einige meinen.

Was aber macht Ihr bei einer Wunde oder Nasenbluten? Lasst Ihr das Blut den Rachen hinunter in den Magen laufen oder aus der Nase in ein Tempo?  Wenn Ihr Euch schneidet oder am Arm verletzt, leckt ihr schnell mal mit der Zunge drüber? Wie spannend! Macht ja auch Sinn, weil die Spucke ja auch Enzyme enthält, also körpereigene Polizei gegen böse Bakterien. Oder es ist eine Art Instinkt, weil natürlich die alle Bestandteile des Blutes dem eigenen Körper erhalten bleiben, um neue Blutzellen aufzubauen. Was macht Ihr? Schreibt es uns auf kuckuckmail@gmx.net! Wie wertvoll Blut auch für andere Lebewesen ist, zeigt ein Blick ins Tier- und Pflanzenreich. Blut ist Hauptnahrungsmittel für Parasiten wie den Blutegel, die Stechmücke oder Vampirfledermäuse... Wenn jemand blutet, wird vielen schlecht dabei und andere starren wie im Blurtrausch darauf. Erzählt uns alle Euere Geschichten zum Thema Blut! 

Die Schlange am Lehrerzimmer

Von Johanna Kohnen

 

Große Pause –meine Freundin und ich bekommen den Auftrag, das Klassenbuch aus dem Lehrerzimmer zu holen. Eigentlich haben wir dazu keine Lust. Aber was soll's wir müssen ja nur kurz das Klassenbuch holen, eine Sache von einer  Minute? Nein!!! Wir klingeln an der Tür zum Lehrerzimmer und warten bis eine Schwester oder ein Bruder uns sieht und die Tür aufmacht. Sofort hört einer der Lehrer unser klingeln - und sieht uns auch! Wir denken schon, dass wir jetzt endlich unser Klassenbuch bekommen Aber...!

Die Lehrer laufen einfach eiskalt an uns vorbei.  Natürlich dürfen die Lehrer auch ihre Pause genießen und ihren Kaffee schlürfen. Aber wir Schüler wollen nun mal schnell das Klassenbuch holen oder?! Irgendwann wenn unser klingeln nervt oder die Pause eh schon vorbei ist bequemt sich dann mal einer der Lehrer und macht uns die Tür auf mittlerweile hat sich hinter uns auch schon eine längere Schlange von Schülern  gebildet die nur wie wir das Klassenbuch holen möchten oder einfach eine kleine frage haben. Manchmal stehen wir uns auch ganz umsonst die Beine in den Bauch denn es kommt auch vor, dass kein einziger Lehrer die Tür öffnet!!!

Sorry, aber wir haben genau wie die Lehrer das Bedürfnis auf  unsere Pause und wollen eine kurze Frage stellen oder das Klassenbuch holen!!! Es wäre nett, wenn die Lehrer das mal akzeptieren könnten und uns nicht einfach stehen ließen!

Wir wollen mit diesem Artikel nicht die Lehrer oder die Schule schlecht machen, wir wollen einfach nur auf manche Dinge, die man noch verbessern könnte, aufmerksam machen.

 

 

 

Ein Taschenrechner fürs Leben

Der Taschenrechner im Zinzendorfgymnasium steht in der Kritik - wegen seiner hohen Anschaffungskosten. Aber eigentlich kostet er nur 1,39 Euro im Monat, rechnet Rektor Treude vor. Bild: S. Przewolka

 

 

 

 

Von Amelie Fobel

 

Jetzt bin ich in der siebten Klasse. Es ist anstrengender in den Fächer geworden und die Hausaufgaben sind auch mehr geworden. Nach diesen paar Wochen habe ich mich ja auch daran gewöhnt, aber ein Gedanke lässt mich nicht los... Warum dieser Taschenrechner? Warum der Beste? Warum? Warum? Warum? Ehrlich gesagt, 100 Euro für einen Taschenrechner? Ich habe gedacht, mich trifft der Schlag! Das kann es doch nicht wirklich sein, oder? Klar: Er ist der Schnellste und der Beste, aber ist das wirklich sooooo wichtig? Braucht das diese Schule? Meine Freundin zum Beispiel ist auf einer staatlichen Schule und hat nur 20 Euro für einen Taschenrechner gezahlt. Was soll man dazu sagen?

Ich finde es überhaupt nicht wichtig den schnellsten und besten Taschenrechner zu haben, sondern ich bin froh, wenn ich mitkomme. Eine Sache muss ich aber noch schreiben: Wurden die Eltern mal gefragt, sind sie damit überhaupt einverstanden? Für manche Eltern is das sicher kein Problem, aber für die anderen Eltern ist das schon ein harter Brocken. Ich finde es schön, wenn diesen Artikel auch die Lehrer und Direktoren lesen könnten!

 

Sie haben ihn gelesen!  Und auch gleich eine Antwort dazu geschrieben.

 

Johannes Treude, Rektor des Zinzendorfgymnasiums, meint: „Wir alle würden lieber einen billigeren Taschenrechner anschaffen; aber es ist staatliche Vorschrift (hat also nichts mit den Zinzendorfschulen zu tun!), dass in Klasse 7 ein grafikfähiger Taschenrechner eingeführt wird. Gerade weil wir daran gedacht haben, dass 100 Euro viel Geld sind,  haben wir uns dafür entschieden, dass wir einen Taschenrechner einführen, den die Schüler bis zum Abitur, also 6 Jahre nutzen können. Wenn wir die 100 Euro umrechnen auf sechs Jahre (= 16,67 Euro/ Jahr), auf 72 Monate (= 1,39 Euro/ Monat), dann wirken die 100 Euro anders. Im anderen Fall müssten die Eltern  einen „kleineren“ in Klasse 7 und einen „größeren“ in Klasse 10 kaufen. Das würde unter dem Strich auf jeden Fall teurer werden.  Für 20 Euro gibt es meines Erachtens keinen vernünftigen neuen grafikfähigen Taschenrechner, der auch für die Oberstufe geeignet wäre. Diese Schülerin muss also auf jeden Fall für die Oberstufe einen neuen Taschenrechner kaufen. Und fast alle Gymnasien in Baden-Württemberg haben in der Oberstufe „unseren“ Taschenrechner eingeführt.

 

Übrigens: Altschüler Moritz Kirndorfer studiert in Stuttgart Maschinenbau und benutzt den Zinzendorf-Taschenrechner heute noch in Klausuren, wenn er erlaubt ist. Tatsächlich also eine Anschaffung auch fürs spätere Leben!  

Staunen über die kleinen Räume

Von Tamina Eppler (Klasse 5 c)


Ich bin seit etwa 5 Wochen auf der Zinzendorfschule und habe mich noch nicht an das kleine Klassenzimmer gewöhnt! Jedes mal am Morgen, wenn ich es betrete, staune ich noch immer über diese Größe. Das ist doch gemein! Man hat bis zur irgendeiner Klasse so ein kleines Klassenzimmer ohne Schrank drinnen und ohne Regal: 12 Tische, ein Pult und 25 Stühle plus ein Waschbecken.  Außerhalb des Klassenzimmers befindet sich ein Klassenschrank und ein Regal! Im Regal steht nichts drinnen, aber im Klassenschrank. Nur immer wenn man was holen möchte muss man Schlüssel mitnehmen, aufschließen und der letzte darf nicht vergessen wieder abzuschließen. In meiner alten Schule hatten wir ein doppelt so großes Zimmer mit Regal, Schrank und Bücherregal. In den ersten zwei Jahren hatten wir sogar ein fast zweieinhalb Meter langes Sofa im Klassenzimmer! Jetzt kommt’s auch noch schlimmer! Erst ab der 7. Klasse bekommt man ein doppelt und dreifach  so großes Zimmer.  Die Großen können sich ausbreiten und die Kleinen müssen eng nebeneinander sitzen und Kilometer drehen damit sie das richtige für den Unterricht aus dem Klassenschrank holen.

Da man ja auch so wenig Platz hat im Klassenzimmer hat man auch wenig Platz unter dem Tisch. Man muss was zu Hause lassen und jeden Abend schauen, dass man jaaaa alles im Schulranzen eingepackt hat, sonst bekommt man wieder ein Loch in unserem Hausaufgabenpass! Ich mache es so,  dass ich so viel unter meinem Tisch habe, dass nichts mehr rein passt aber ich muss trotzdem noch Bücher und Hefte mit nach Hause nehmen und auch schleppen. Manche aus meiner Klasse machen es auch so, dass sie alles zu Hause haben und jeden Tag alle Hefte und Bücher mitnehmen! Aber das ist doch noch blöder, weil man weiß nie,  was man braucht! Dann schleppt man ja Bücher und Hefte mit, die man gar nicht braucht! Dann  tut der Rücken weh und man hat Schmerzen, Schmerzen und Schmerzen! Da haben es die Größeren wieder besser,  weil sie haben ja ein größeres Klassenzimmer und dann auch bestimmt mehr Platz! Hausaufgaben bekommen wir nicht viele auf, aber schleppen, das müssen die Kleineren trotzdem! Zu Hause weiß man auch nicht, wo man das alles hintun soll, legt es auf den Boden - und stolpert drüber. Denn auf dem Schreibtisch hat man keinen Platz zum Hausaufgaben machen!

 Habt Ihr `ne Lösung für Taminas Problem? Dann schreibt sie uns!

 

Amelie findet den Kritzeltisch im 70er-Gang cool - aber nicht am Kunstwerk an der Wand! Bild: S. Przewolka

Die bunte Welt am Kritzeltisch

 

Von Amelie Fobel (Klasse 7 c)

 

Der Kritzeltisch - ein Lernort oder ein Kunstwerk? Die Schüler lieben ihn, die Lehrer finden ihn „verunstaltet“. Der  „Kritzeltisch“ ist etwas Besonderes, denn er ist bunt bemalt und beschrieben und das schon seit vielen Jahren.  Aber was ist denn an diesem bekritzelten Tisch so schlimm?

 

Ich meine, seinen eigenen Weg zu finden, besteht doch auch darin, seine Kreativität zu entfalten, denn in jedem Kind steckt auch ein Künstler. Ich sitze gerne an diesem Tisch im 70-er Gang, weil man einfach immer etwas zu Lesen hat!  Hinter dem „Kritzeltisch“ hängen zwei echte Kunstwerke anderer Schüler. Dort stehen zum Beispiel auch Kritzeleien. Das wiederum finde ich nicht gut. Denn auf Kunstwerken, wo so viel Mühe und so viele Stunden hineingesteckt worden sind, gehört das einfach  nicht hin, finde ich.

  

Und was meint Ihr? Schreibt uns Euere Meinung zum „Kritzeltisch“!

 

Jagd nach Gummibärchen

Weihnachtsturnier: - Die Glückscheibe am Ende entschied auch in der zweiten Gruppe der Bogen AG über die ersten Plätze. Sie gingen an 1. Jana Dreher, 2. Maximillian Kneipp und dritter Alicia Manke. Glückwunsch an alle! Bogenschießen soll vor allem Spaß machen und nichts wieder Leistungsdruck aufbauen. Deshalb gab es am Ende des Turniers auch diesem verhängnisvollen Schuß auf die Glücksscheibe. Hier entschieden Zentimeter über hop oder top. Aber vor allem die schwächeren Schützen bekamen hier auch eine Chance auf eine Medaille und eben nicht so gute Treffer auszugleichen. In der ersten Gruppe hing es an einem seidenen Faden und fast ging die Goldmedaille sogar an Elias, der jüngste vielleicht auch der Kleinste in der Bogen AG "Who the hell is Wilhelm Tell?" der Zinzendorfschulen Königsfeld. Aber beim kleinen Weihnachtsturnier im Stechen mit dem punktgleichen Joshua Kälble gingen dem Fünftklässler die Nerven durch. Zu sehr wünschte er sich den ersten Platz und als Joshua dann im Stechen auch noch ins Rote traf, ging sein Pfeil eben daneben. Aber darin liegt der Reiz im Bogen-Sport, dass der Pfeil dir genau sagt, wie es in dir wirklich aussieht. Ganz und gar ehrlich! Aber der Elias kann auch mit einem zweiten Platz gut leben und eigentlich kann er auch unheimlich stolz auf sich sein, weil er ja erst ein paar Wochen in der AG Bogenschießen mitmacht. Ein tolles Ergebnis! Joshua schießt seit schon seit einem Jahr.  Aber es gibt immer wieder talentierte Bogenschützen wie Elias - oder Joshuas Bruder Noah! Der kam nämlich auf den dritten Platz! Und der schießt ja erst zum zweiten Mal mit! Beim Weihnachtsturnier - meine Assistentin und Tochter Maxi Michna hatte die Idee dazu - zählten die Teilnehmer in der ersten Gruppe ihre Punkte zusammen und am Ende gab es extra nur noch einen Pfeil für die Glücksscheibe. Vor den Zahlen standen Plus und Minus - auch da zeigte sich, wer Nervenstärke besaß - oder auch einfach Glück - und wer nicht. Aber genau darum geht es in der Bogen AG: Nach der Schule einfach Spaß haben! Deshalb gab die Glücksscheibe auch denjenigen eine Chance, die sonst vielleicht nicht so besonders schießen.       

In der Bogen AG "Who the hell is Wilhelm Tell?" an den Zinzendorfschulen schießen die Kinder und Jugendlichen nicht nur auf Zielscheiben, sondern auch manchmal auf Äpfel. Das macht besonders viel Freude! Einmal weil es ganz schön knifflig ist, auf etwa 7 Meter einen Apfel zu treffen und es findet sich deshalb auch kein Freiwilliger, der diese Ziel auf dem Kopf tragen will - so wie bei der Geschichte des Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell, der einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schoß. Auch die zerschossenen Äpfel bereiten große Freude, wandern also nicht einfach so in den Mülleimer. Die bekommen nachher die Pferde von Trainerin Sabine Przewolka. 

Den Wilhelm-Tell-Schuß haben wir hier nur nachgestellt! Aber in der Bogen AG "Who the hell is Wilhelm Tell wird ab und zu auch auf Äpfel an einer Zielscheibe geschossen. Bild: S. Przewolka

Der Spaßfaktor steht an erster Stelle in der Bogen AG "Who the hell is Wilhelm Tell?", die sich immer mittwochs ab 14 Uhr  in der Tischtennishalle am Haus Früauf an den Zinzendorfschulen trifft. Aber gleichzeitig lernen hier die über 20 Kinder und Jugendlichen in den zwei Gruppen auch etwas fürs Leben und sogar für die Schule! Zum Beispiel beim vergangenen Training. Da galt es, das Ziel durch einen alten Motorradreifen zu treffen. "Konzentriert Euch nur auf das Ziel und achtet nicht auf das Drumherum - dann trefft Ihr auch!" erklärte vorher Trainierin Sabine Przewolka diese Gaudi. Sie setzte sogar noch eins drauf und stellte den Motorradreifen auf ein Rollbrett. Ein Tütchen Gummibärchen erhielt, wer durch den am Ziel vorbeirollenden Reifen das Ziel traf! "...wie in der Schule - konzentriert Euch aufs Ziel und schaltet alles andere aus, dann habt Ihr auch Erfolg!", erläuterte die Bogentrainierin weiter. Instinktives Bogenschießen hilft auch, Niederlagen besser weg zu stecken. "Man darf über verschossene Pfeile nicht weiter nachdenken" ist eine alte Bogenschieß-Regel. Warum? Wer daneben trifft und diesen Pfeil nicht sofort wieder vollkommen vergißt, der trifft auch beim nächsten und übernächsten Pfeil nicht besser. Jeder leise Zweifel an sich selbst wirkt sich auf die Treffsicherheit aus. Bei bewegten Zielen wie dem Motorradreifen stelt sich immer ein völlig überraschender Effekt ein. Wer vorher kaum die statische Zielscheibe getroffen hatte, der trifft plötzlich! Nichts denken, Kopf abschalten und lass' deinem Unterbewusstein und den Instinkten freien Lauf - dann trifftst du - auch so eine Regel fürs Leben!  

 

Juchu! Die schuleigenen  Bögen sind endlich da! In der Bogen-AG der Zinzendorfschulen Königsfeld gibt es Leihbögen von Roland Volk. Die SMV will die Finanzierung der Bögen übernehmen. Aus diesem Grunde gab es am Freitag abend, 13. Dezember, ein offenes Bogenschießen für jede/n. Drei Eltern nutzten die Chance, von ihren Kindern etwas zu lernen, nämlich bogenschießen (siehe Bildergalerie oben)! Und wieder erlebten Neulinge den Aha-Effekt, was instinktives bogenschießen bedeutet: Einfach nichts denken, dann trifft man! Nach einer kurzen Einweisung hieß es erst einmal auf Scheiben zu schießen, aber dann rollte wieder unsere Plastik-Wildsau Erna vor den Bogenschützen und weckte in ihnen das pure Jagdfieber. Gottlob ohne einen Tropfen Blut zu vergießen! "Ich habe meinen Sohn noch nie so von etwas begeistert gesehen!" meinte eine Mutter. Im Frühjahr wird es ein Workshop mit Eltern dieses Mal im Bogen-Parcours von Roland Volk bei DS-Aufen geben. Wir freuen uns schon sehr auf diese Tour durch den Wald.       

 

Rund 25 Kinder und Jugendlichen lernen jeden Mittwoch zwischen 14 und 17 Uhr (zwei Gruppen 14-15.15 Uhr und 15.15-16.30 Uhr) den sicheren Umgang mit Pfeil und Bogen. Ab sofort in der Tischtennishalle hinter dem Jungen-Internat "Haus Früauf". In beiden Gruppen sind noch Plätze frei, einfach vorbeikommen! Kostet 3 Euro pro Training, die über die Elternrechnung laufen, keine Ausrüstung oder Vorkenntnisse erforderlich. Das dafür erforderliche mehrere hundert Euro teure Pfeilfangnetz (grün, im Hintergrund) wird benötigt, um Material und Wand zu schonen. Es wurde vom Gesamt-Elternbeirat Königsfelder Modell und Gymnasium gesponsert! Vielen Dank dafür!

 

Roland Volk, ausgebildeter Trainer und Besitzer eines Bogensportgeschäfts in Donaueschingen-Pfohren und mehrerer Parcours rund um Wolterdingen, gibt in der Bogen AG Tipps für einen treffsicheren Umgang mit Pfeil und Bogen. Zusammen mit mir, Sabine Przewolka, ebenfalls leidenschaftliche und bei Wettbewerben in der Region erfolgreichen Schützin, bringt er den Kindern und Jugendlichen das Basiswissen für einen treffsicheren Umgang mit Pfeil und Bogen bei. Am Ende gibt es immer für besondere Treffer ein Tütchen Gummibärchen. Das verursacht dann immer ein Freudengejohle: Wer sagt denn, bogenschießen sei leise?

 

 Wer Lust und gute Laune hat, kann aber auch während der AG in das instinktive Bogenschießen hineinschnuppern und ein paar Pfeile fliegen lassen. Einfach unkompliziert vorbeikommen!

 

Einmal stellten wir den legendären Apfelschuß von Wilhelm Tell nach.

 

Who the hell is Wilhelm Tell? 

 

So heißt unsere Bogen AG ab sofort. Der Schweizer Nationalheld lebte 1300 in der Zentralschweiz und der Dichter Friedrich Schiller widmete ihm ein gleichnamiges Theater-Drama, mit dem schon Generationen von Schülern konfrontiert wurden. Auch die Bogen AG lauschte der abenteuerlichen Geschichte des Vaters, der sich weigerte, einen Hut zu grüßen, nur weil es der damalige Landvogt Gessler so verlangte. Der gute Armbrustschütze wird daraufhin gezwungen, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes Walter zu schießen. Tell trifft den Apfel und wird gefragt, wozu er den zweiten Pfeil im Köcher gehabt hätte. Der antwortet, dass wenn er seinen Sohn getroffen hätte, der andere Pfeil für den Vogt gewesen wäre. Daraufhin lässt ihn der Vogt als Gefangener mit einem Boot zu seiner Burg nach Küßnacht bringen. Auf dem Vierwaldstätter See gerät das Boot in einen Sturm und Wilhelm Tell werden die Fesseln abgelegt, um das Schiff sicher ans Ufer zu bringen. Tell steuert das Schiff an die Steilwand Axen und springt auf ein Plateau, das heute noch Tells-Platte heißt. In Freiheit läuft er schnurstraks nach Küssnacht, um in einem Hohlweg "durch diese Hohle Gasse muss er kommen" den tyrannischen Vogt zu erschießen. Der Beginn der Schweizer Eidgenossenschaft.

 

An diesem Mittwoch haben wir ein ausgemustertes Plastik-3D-Murmeltier von Roland Volk zum Üben bekommen. Unsere Ziele sind zwar niedliche Tiere aus Plastik. Aber keiner würde auf Lebendes wie Mensch und Tier schießen und es gehört sogar zum absoluten Tabu und eine der obersten Sicherheitsregeln, den Pfeil in Richtung Lebendes auch nur einzunocken. Fazit: Ganz schön schmal so eine Murmeltier-Silhouette!

 

Bogenschießen ist nicht nur was für Jungs! Hier trainieren wir Bergab-Schüsse.

 

 

 

Thema Tagträume:  - Manchmal, nein sogar ziemlich oft will ich die Welt um mich herum garnicht mehr wahrnehmen. Zack, da geht bei mir das Kopf-Kino an und beamt mich Lichtjahre von dem weg, wo ich gerade sitze oder stehe. In ganz verrückte Welten. Einer sagte im Radio neulich, manchmal lache er über seine witzige Ideen so laut auf, dass die Leute um ihn herum einwenig erschrecken. Aha! Es gibt also Verbündete! Ja und dann kreist der Geist von hier nach dort und um das ganze Universum herum. Lass' mich noch ein bisschen schlafen, der Traum war gerade so schön, sagt meine Tochter Lissy und lächelt seelig. Und nachher erzählt sie mir eine wahre Räuberpistole an Actionkrimi. Wie wunderbar! Augen auf und der schlimmste Horror ist vorbei oder man bleibt mitten drin in atemberaubenden Szenen. Dennis ist auch so ein Tagträumer. Wir haben uns ausgetauscht. Bei ihm ist es wie bei mir: Wenn wir uns schlafen legen, geht irgendwie das Licht aus und am anderen Morgen wieder an. Tiefes Schwarz bis zum Morgen, wenn die Augen wieder aufgehen. Kein Traum, an den man sich erinnern könnte. In diesem Schwarz gehen alle Gedanken verloren. Tagträumer brauchen das wohl, sonst drehen sie durch. Von Sabine Przewolka

 

 

 

Jede Menge Tagträumer gibt es auch an unserer Schule! Bild: S. Przewolka

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