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Bure zum Alange - ein Kabarett zum Tränen lachen...Das Kabarett-Duo „Bure zum Alange“ mit Klaus König und Wolfgang Winterhalder (mit Hut) trat zum 20-jährigen Vereinsbestehen der Muttersprochgruppe Villingen im Theater am Turm auf. Foto: S. Przewolka

Nachdenken unter Lachen

Von Sabine Przewolka

Direkt vom Herzen und nicht aus dem Verstand kommt das Alemannisch und deshalb fanden sich vor 20 Jahren besorgte Menschen im Café Raben ein. Es ging darum, die Muttersprache als aussterbende Art zu erhalten und so gründete sich die Muttersprochgruppe Villingen mit Bärbel Brüderle als Vorsitzender. 20 Jahre später moderiert sie, immer noch Vorsitzende, am Mitwoch in alemannisch einen fröhlichen Abend im Theater am Turm in Villingen und das Publikum schüttelt sich vor Lachen. „Des isch besser als trockeni Reden“, freut sie sich in der ersten Reihe.  Und trotzdem gibt es  einen kurzen Jubiämsakt. Von Heidi Zöllner vom Hauptverband  bekommt sie für ihr Engagement die goldene Ehrennadel verliehen. Dann steht das Kabarettisten-Team „Bure zum Alange“  auf der Bühne und reißt in alemannisch und astreinem hochdeutsch einen Witz nach dem anderen. Der knallvolle Saal entlockt Bauer König ein „Reschpekt Villingen!“

Morgen früh steht Nikolaus  „Klaus“ König wieder im Stall von seinem  Bartleshof  in Breitnau und Wolfgang Winterhalder  im Kirnerhof in Rudenberg. Aber heute Abend geben  sie alles auf der Bühne im Theater am Turm in Villingen. Das Landleben muss tatsächlich lustig sein. Denn was da im Kuh- und Schweinestall, in Feldern und Wiesen in feinstem Dialekt  so passiert – da biegt sich das Publikum vor Lachen. Landwirtschaft kann harte Arbeit sein, aber mit Ironie durchsetzt entsteht daraus ein unterhaltsamer Abend vor allem für Städter, der noch lange nachhallt. Denn es geht nicht nur um diese komischen Begegnungen der dritten Art mit diesem dubeligen und aufgedrehten Hermann Schwaderlappen, der schon als Kind Ferien auf dem Bauernhof von Bauer König macht. Heute, zu einem gestandenen Mannsbild angewachsen, macht er dort immer noch Ferien und schafft es trotzdem nie, an der „Kilbig“ bei den Königs auf den Hof eingeladen zu werden. Denn dorthin schaffen es nur die fleißigsten Touristen. Bauer König: „Mir hen koa Arbet für  so Dubel.“ Schwaderlappen: „Ich finde keine Arbeit in meinem Kompetenzbeeich...“

Und doch gelingt es den beiden bei allem Humor, nachdenklich zu machen. Zum Beispiel, wenn Bauer König auf der Bühne kniet und zwei Hände imaginäre Erde aufschaufelt: „Daran fehlt es heute den Menschen, der Kontakt zur Erde, der Boden, der  uns ernährt  – das ist kein Dreck.“ 70 Hektar werden täglich davon in Deutschland zubetoniert. Das ganze Programm lockern die beiden mit selbst getexteten und gesungenen Liedern auf. Ohrwurm „Gülle-Ma“ bleibt noch ganz lange Zeit im Hirn. Da mutiert Bauer König zum Gollum „...mein Schatz“ und braust mit seinem Fass Tier-Output durchs Dorf und auf Schwaderlappen zu, der sich mit einem E-Bike in den Weg gestellt hat. Auf diese Art bekommen brisante Themen wie Energiekrise, Klimawandel, Mehrgenerationenhaus mit Brautschau-Casting ganz andere Sichtweisen oder  wie es die beiden Klamauk-Bauern  ausdrücken:  Ku(h)ltur.

 

 

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